Wie Jesus die Botschaft verkündigte

Jesus zog die Menschen an wie ein Magnet. Die folgenden neun Schritte zeigen uns, wie Jesus das gemacht hat und wie auch wir es tun können. Es ist schön, Menschen mit Jesus bekannt zu machen. Mit der Kraft des Heiligen Geistes ist es möglich – anders nicht.

 

Jesus suchte nach den Leute

Er wartete nicht einfach, bis sie auf ihn zukamen. Wie leicht hätte Jesus an Zachäus vorbeigehen können. Aber er blieb unter dem Baum stehen. Er zog nicht einfach durch Jericho hindurch, sondern er besuchte Zachäus und blieb entsprechend länger in der Stadt. Wir sollten immer bereit sein, uns Zeit zu nehmen, um mit jemandem über den Glauben zu reden.

 

Jesus kam nach Jericho; sein Weg führte ihn mitten durch die Stadt. Zachäus, der oberste Zolleinnehmer, ein reicher Mann, wollte unbedingt sehen, wer dieser Jesus war. Aber es gelang ihm nicht, weil er klein war und die vielen Leute ihm die Sicht versperrten. Da lief er voraus und kletterte auf einen Maulbeerfeigenbaum; Jesus musste dort vorbeikommen, und Zachäus hoffte, ihn dann sehen zu können.

Als Jesus an dem Baum vorüberkam, schaute er hinauf und rief: »Zachäus, komm schnell herunter! Ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.«

So schnell er konnte, stieg Zachäus vom Baum herab, und er nahm Jesus voller Freude bei sich auf. Die Leute waren alle empört, als sie das sahen. »Wie kann er sich nur von solch einem Sünder einladen lassen!«, sagten sie.

Zachäus aber trat vor den Herrn und sagte zu ihm: »Herr, die Hälfte meines Besitzes will ich den Armen geben, und wenn ich von jemand etwas erpresst habe, gebe ich ihm das Vierfache zurück.« Da sagte Jesus zu Zachäus: »Der heutige Tag hat diesem Haus Rettung gebracht. Denn«, fügte er hinzu, »dieser Mann ist doch auch ein Sohn Abrahams. Und der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.«

Lukas 19,1-10

Jesus suchte nach geeigneten Methoden, um seine Botschaft weiterzugeben

Seine Gleichnisse sind ein gutes Beispiel dafür. Den Schäfern erklärte er das Evangelium mit Schaf-Geschichten, mit den Fischern sprach er anhand von Fischer-Beispielen, den Bauern erzählte er Gleichnisse aus der Landwirtschaft. Kein Wunder, dass sie ihm gerne zuhörten. Jeder Schäfer verstand genau, was Jesus meinte, wenn er sagte, er sei der gute Hirte. Sie wussten, dass ein guter Hirte sein Leben für die Schafe geben würde, und dass die Schafe ihn kennen und ihm folgen würden.

 

Jesus war freundlich zu den Menschen

Man nannte ihn den „Freund der Zöllner und Sünder“, die Religiösen warfen ihm das sogar vor. Wenn wir nicht freundlich sind, werden wir uns schwertun, jemanden für Jesus zu gewinnen. Die meisten Menschen, die zum Glauben kommen, haben davor über längere Zeit die Christen beobachtet und festgestellt, dass Jesus in diesen Menschen etwas Positives bewirkt.

 

Jesus kümmerte sich besonders um die Menschen, die in großer Not waren

 Gemeinden wollen oft mit den ganz kaputten Menschen nichts zu tun haben. Aber Jesus ging gerade zu diesen Menschen, von denen sich die geistlichen Leiter seiner Zeit fernhielten. Er war bei den Leprakranken, bei den Prostituierten und bei den Betrügern. Sein Auftrag war ja gerade, Sünder zu retten, deshalb ging er keinem von ihnen aus dem Weg. Wer besonders tief in der Sünde steckte, brauchte ihn besonders dringend.

 

Von tiefem Mitleid ergriffen, streckte Jesus die Hand aus und berührte ihn. »Ich will es«, sagte er, »sei rein!«

Im selben Augenblick verschwand der Aussatz, und der Mann war geheilt.

Markus 1,41-42
Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu den Jüngern: »Wie kann euer Meister nur zusammen mit Zolleinnehmern und Sündern essen?«
Jesus hörte das und erwiderte: »Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.
Matthäus 9,11-12

 

Jesus war voller Barmherzigkeit

Er liebte die Menschen und kümmerte sich um sie. Nur wenn wir dir Menschen so lieben, wie Jesus es tat, können wir ihnen auch etwas von der Liebe Gottes erzählen. Als Gemeinde sind wir Jesu Arme und Beine. Wenn wir den Auftrag haben, die Liebe Gottes in die Welt zu tragen, dann ist das etwas ganz Praktisches, wofür wir Arme und Beine in Bewegung setzen müssen.

 

Jesus hatte einen Blick für die tieferen Bedürfnisse der Menschen

Als ein Gelähmter zu Jesus gebracht wurde, sagte Jesus ihm als Erstes, dass seine Sünden vergeben wären. Natürlich brauchte der Mann auch körperliche Heilung und die bekam er auch, aber der Kranke litt noch mehr unter seiner Schuld als unter seiner Lähmung. Jesus sah das. Wenn die Blinden, Tauben und Stummen zu ihm gebracht wurden, heilte er sie nicht nur körperlich, sondern er sah auch ihre geistliche Not und trieb die Dämonen aus.

 

 Jesus kümmerte sich auch um die alltäglichen Bedürfnisse der Menschen

Jesus schickte die Menschen, die ihm einen ganzen Tag lang zugehört hatten, abends nicht hungrig nach Hause, sondern aus fünf Broten und zwei Fischen bereitete er für tausende von Leuten eine Mahlzeit. Wir müssen auch einen Blick für die naheliegenden Nöte der Menschen haben. Praktische Hilfe und Taten der Nächstenliebe sind eine gute Voraussetzung, um den Menschen danach von Jesus erzählen zu können. Wer erlebt, dass er wirklich geliebt wird, öffnet sich gerne. Das ist einer der Gründe, warum die Leute so positiv auf Jesu Botschaft reagiert haben.

 

Jesus sprach auch immer über den Preis der Nachfolge

Er war zu seinen Jüngern ehrlich, aber auch allen anderen Menschen gegenüber. Wer ihm nachfolgen wollte, musste sich ihm unterordnen und ihn als Herrn akzeptieren. Er warnte auch davor, dass man von anderen dafür gehasst werden würde, wenn man zu ihm gehörte. Bei manchen Zuhörern betonte er besonders, dass man alles aufgeben müsste, um mit ihm gehen zu können. So kam es, dass viele sich auch wieder von ihm abwandten, obwohl er sie geheilt oder ihnen geholfen hatte. Jesus wollte nur solche Jünger, die sich ganz sicher waren und um jeden Preis bei ihm sein wollten. Das ist heute auch noch so.

 

Nun wandte sich Jesus an alle und sagte: »Wenn jemand mein Jünger sein will, muss er sich selbst verleugnen, sein Kreuz täglich auf sich nehmen und mir nachfolgen. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten.

Lukas 9,23-24
Ich habe euch das alles gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt werdet ihr hart bedrängt. Doch ihr braucht euch nicht zu fürchten: Ich habe die Welt besiegt.«

Johannes 16,33


Empört sagten viele seiner Jünger: »Was er da redet, ist eine Zumutung! Wie kann man von jemand verlangen, sich so etwas anzuhören?«

Von da an zogen sich viele seiner Jünger von ihm zurück und begleiteten ihn nicht mehr.

Johannes 6,60 + 66

 

Jesus gab nicht auf, wenn es schwierig wurde

Mit dem Gleichnis vom Sämann erklärte Jesus, dass nicht die ganze Saat aufgeht und Frucht bringt. Es gibt viele Hindernisse und Störfaktoren. Jesus ermutigt uns, in Bezug auf die Ernte Gott zu vertrauen. Das schrieb auch Paulus an die Gemeinde in Korinth: Sowohl er als auch Apollos hatten gesät, aber letztlich war Gott es, der die Saat aufgehen und wachsen ließ. Es wird immer wieder Zeiten geben, in denen es so aussieht, als würde die Saat, die wir ausstreuen, nicht aufgehen. Aber wir wissen nicht, was Gott später noch damit tun wird. Wenn es nicht immer nach Plan läuft und wir niemanden für Jesus gewinnen können, geben wir trotzdem nicht auf.

 

Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Wachstum geschenkt.Auf wen kommt es denn nun an? Doch nicht auf den, der pflanzt, oder auf den, der begießt, sondern auf den, der das Wachstum schenkt, auf Gott.

1.Korinther 3,6-7

 

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2 Comments

  • Lissi says:

    Vielen Dank für deine klaren und übersichtlichen Posts! Es sind wahre Augenöffner, die einem ganz praktisch helfen, auf dem Weg mit Jesus zu gehen! Mach weiter so!
    Liebe Grüße

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