Wie ist Gott?

Wie ist Gott? Ist er freundlich oder grausam, geduldig oder emotional? So mächtig, wie er ist, könnte er uns jederzeit vernichten. Von daher ist es gut zu wissen, wie er ist. Wir sollten sein Handeln verstehen und seinen Charakter kennen.

Wer von den Göttern kann sich dir vergleichen?
Wer ist so heilig, HERR, und so gewaltig?
Wer sonst weckt Furcht und Staunen durch sein Tun?
                         2. Mose 15,11 

Die Engel riefen einander zu: »Heilig, heilig, heilig ist der HERR, der Herrscher der Welt, die ganze Erde bezeugt seine Macht!« ... Vor Angst schrie ich auf: »Ich bin verloren! Ich bin unwürdig, den HERRN zu preisen, und lebe unter einem Volk, das genauso unwürdig ist. Und ich habe den König gesehen, den Herrscher der Welt!«
                         Jesaja 6,3+5

 

Gott ist heilig

Das bedeutet, dass Gott vollkommen rein ist. Das Wort „heilig“ kann man auch mit „abgesondert“ übersetzen. Gott sondert sich von aller Sünde ab. Als Jesaja Gott in einer Vision sah, war er von Wesen umgeben, die Seraphine heißen. Sie sagten sich gegenseitig, wie heilig Gott ist. Als Jesaja das sah, fühlte er sich sehr unrein. Ähnlich ging es anderen Menschen in der Bibel. Als Mose mit seinen Schafen unterwegs war, sah er einen brennenden Busch, der nicht verbrannte. Als er daraus Gottes Stimme hörte, war ihm klar, dass das kein normaler Busch war.

Als der HERR sah, dass Mose näher kam, rief er ihn aus dem Busch heraus an: »Mose! Mose!« - »Ja«, antwortete Mose, »ich höre!« - »Komm nicht näher!«, sagte der HERR. »Zieh deine Schuhe aus, denn du stehst auf heiligem Boden.« … Da verhüllte Mose sein Gesicht, denn er fürchtete sich, Gott anzusehen.
                       2. Mose 3,4-6

Gottes Anwesenheit machte den Boden heilig und ließ Mose sein Gesicht verhüllen.
Erst wenn wir eine Ahnung von der Heiligkeit Gottes haben, verstehen wir, warum er die Sünde so verabscheut. Sünde ist eine hässliche Trennwand zwischen Gott und den Menschen. Jesus starb, um sie einzureißen. Wenn wir begreifen, wie sehr Gott die Sünde hasst, werden wir sie auch nicht mehr mögen. Das ist der Weg, auf dem wir heilig werden, wenn wir auch niemals so heilig wie Gott werden können. Doch Christen sollen rein und heilig werden wollen. Darum wird es in einem späteren Kapitel noch einmal gehen.

Richtet euch als gehorsame Kinder Gottes nicht mehr nach den eigensüchtigen Wünschen aus jener früheren Zeit, als ihr noch nichts von Christus wusste.Der, der euch berufen hat, ist heilig; darum sollt auch ihr ein durch und durch geheiligtes Leben führen. Es heißt ja in der Schrift: »Ihr sollt 
heilig sein, denn ich bin heilig.«
                            1. Petrus 1,23

 

Gott ist Liebe

Das ist eine der schönsten Wahrheiten über Gott und sie wird in der Bibel oft wiederholt. Gott ist nicht nur ein mächtiges Wesen. Er liebt jeden von uns, egal wer wir sind und was wir getan haben. Seine Liebe zeigt sich auf viele Arten, zum Beispiel in seiner Freundlichkeit und Barmherzigkeit, seiner Geduld und der Bereitschaft, zu vergeben. Als Gott Israels hielt er sich immer an seine Versprechungen, obwohl das Volk ihm oft nicht gehorchte und ihn häufig enttäuschte. Kein Wunder, dass die Psalmschreiber immer wieder von Gottes Güte und Liebe redeten. Tausende von Jahren später besingen die Christen immer noch Gottes Liebe und Treue.

Kommt in die Tore seiner Stadt mit Dank, in die Vorhöfe seines Heiligtums mit Lobgesang! Dankt ihm und preist seinen Namen! Denn reich an Güte ist de
Herr, ewig währt seine Gnade, und seine Treue gilt auch allen künftigen Generationen.
                                                                                             Psalm 100,4-5

Barmherzig und gnädig ist der Herr, er gerät nicht schnell in Zorn, sondern ist reich an Gnade.
                                                                                             Psalm 103,8

Doch im Neuen Testament zeigt sich Gottes Liebe noch klarer. Jesus sprach nicht nur davon, er war voller Liebe zu allen Menschen, mit denen er in Berührung kam. Die Armen und Kranken kamen zu ihm, weil er sich ihrer Nöte annahm. Er war voller Mitgefühl, wenn er die Menschenmassen sah, die ihn hören wollten. Die Jünger erlebten, dass Jesus nicht nur gewaltige Wunder tat, sondern er wusch ihnen auch die Füße vor dem Essen, was normalerweise Sklavenarbeit war.
In einem der bekanntesten Verse der Bibel sagt Jesus zu Nikodemus, dass Gott die Welt so sehr geliebt hat, dass er seinen einzigen Sohn auf die Erde sandte, damit der den Menschen Rettung bringen konnte. Doch obwohl er ein liebender Gott ist, kann er die Sünde nicht tolerieren. Er ist auch heilig und gerecht. Im Alten Testament zeigt er sich als starker Gott, der zornig wird, wenn man ihm nicht gehorcht.

Gott ist gerecht

Weil Gott heilig ist, ist er auch gerecht. Vielen Menschen erscheint ihr Leben unfair. Manche leben länger als andere, sind gesünder, haben mehr Geld und ein angenehmeres Leben. In den Psalmen wird das immer wieder beklagt: Den Menschen, die ohne Gott leben, scheint es gut zu gehen, während Gottes Leute leiden.
Aber die Psalmen kommen auch immer wieder zu dem Ergebnis, dass die Menschen ohne Gott am Ende doch nicht gut dran sind. Außerdem wird Gott am Ende der Zeiten alle Menschen richten.
Weil Gott gerecht ist, misst er jeden mit dem richtigen Maß. Er ist fair und hält sein Versprechen. Das meint man, wenn man sagt, Gott ist treu. Er erwartet von uns, dass wir ihm gegenüber und untereinander auch so sind. Gott liebt Gerechtigkeit und alle, die entsprechend leben.
Die Bibel beschreibt Gott mit Eigenschaften, die wir uns vorstellen können: Er ist liebevoll, kann aber auch zornig werden, er ist gerecht, vergibt aber auch gerne, er ist geduldig und treu. Diese Eigenschaften lassen ihn irgendwie menschlich erscheinen, aber wir wissen ja schon, dass Gott ein Geist ist.

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