Warum Glaube keine Realitätsflucht ist

Ich liebe es mit Menschen über den Sinn des Lebens zu sprechen. Dabei möchte ich meine persönlichen Überzeugungen nicht zurückhalten, auch wenn mein Gegenüber vielleicht ein ganz andere Meinung hat. Immer wieder fällt mir auf das Menschen die keinen lebendigen Glauben an Jesus haben, die Meinung vertreten, der Glaube sei eine Form der Realitätsflucht. Für mich bedeutet Jesus nachzufolgen immer mehr zu verstehen was es wirklich bedeutet zu leben. Glaube ist keine Flucht aus der Realität, sondern bedeutet die Realität zu verstehen. Hier möchte ich dir kurz zusammenfassen warum der Glaube an Jesus keine Realitätsflucht ist.
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Wir sind geschaffen zur Beziehung mit Gott

Gott schuf den Menschen, um in einer liebevollen Beziehung mit ihm zu leben. Der Mensch sollte sich so um die Schöpfung kümmern, wie es den guten Absichten des Schöpfers entsprach und sich in alle Ewigkeit über seinen Gott freuen. Wer sich auf diese Beziehung einlässt, wird von der Liebe Gottes und tiefem Frieden erfüllt, er lebt in Sicherheit und Geborgenheit. Unterstellen wir uns Gottes liebevoller Herrschaft, dann hat unser Leben Sinn und Ziel und wir erleben eine tiefe Zufriedenheit. Dann kennen wir unsere Identität und wissen, wozu wir auf der Welt sind und warum wir leben. Alle Fragen beantworten sich in der einen Tatsache, dass wir berufen sind, in der Beziehung mit dem zu leben, der uns in die Gemeinschaft mit sich ruft.
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Wir leben in der Unabhängigkeit von Gott

Die Grundsünde aller Menschen ist die Annahme, ihr Leben wäre dann besser, wenn sie es selbst in die Hand nehmen würden, statt in der Beziehung mit Gott zu leben. Getrennt von Gott entsteht eine innere Leere, über die wir uns mit vordergründig erfüllenden Dingen hinwegtrösten: Beruflicher Erfolg, Besitz, Leistung, Familie, selbst Religion wird dazu eingesetzt. Doch langfristig knechten diese Dinge uns, statt uns zu befriedigen. Es gibt einige typische Muster, die darauf hinweisen, dass wir Sklaven unserer Ziele geworden sind: Können wir uns diesen Dingen nicht so umfangreich widmen, wie wir es gerne tun würden, dann werden wir wütend. Sind wir in den Bereichen nicht gut genug, melden sich Selbstvorwürfe und Selbstanklage. Sind wir nicht perfekt, schämen wir uns und fühlen uns nicht gut genug. Wir leiden unter der Angst, nicht genug zu leisten und fühlen uns ständig unter Druck, weil es immer noch so viel mehr zu tun gibt.
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Wir brauchen einen Erlöser

Wenn uns klar wird, wie falsch und dumm es ist, sein eigener Herr sein zu wollen, dann wenden wir uns Jesus zu, bekennen ihm unsere Sünde und nehmen im Glauben an, was er für uns getan hat. Voller Freude erleben wir, dass Gott uns vollkommen liebt und annimmt, wie wir sind. Das verdanken wir nur Jesus, nicht unserer eigenen Anstrengung. Wenn Gott uns mit seiner Gnade überschüttet, werden wir endlich frei und können zu den Menschen werden, die wir eigentlich sind. Wir sind echt und voller Leben. Erfreut können wir feststellen, wie selbstverständlich es für uns wird, andere zu lieben und ihnen zu dienen. Das wird zu unserer Wesensart.
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Wir leben für Gott und für andere

Während wir Jesus immer ähnlicher werden, sehnen wir uns immer mehr danach, sein Heil in die Welt zu bringen und das Gute, das wir empfangen haben, weiterzugeben. Erfüllt von Gottes Gnade und aus einer Grundhaltung der Demut heraus setzen wir alles daran, Boten Christi in der Welt zu sein und seinen Frieden zu verbreiten. Das wird sich auf alle unsere Beziehungen auswirken, in der Familie, am Wohnort und bei der Arbeit. Es macht uns große Freude, im Zentrum unserer Berufung zu leben und die Gegenwart des Reiches Gottes in jeden Winkel dieser Welt hineinzutragen.
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Glaube ist keine Flucht aus der Realität. Es ist der einige Zugang die Realität wirklich zu begreifen.
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