Der Heilige Geist unser Trainer

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Quer durch die Bibel sehen wir immer wieder, welche bedeutende Rolle der Heilige Geist spielt, von der Schöpfung, über den Dienst der Propheten und das Leben Jesu bis hin zur Entstehungsgeschichte der ersten Gemeinde. Ohne den Heiligen Geist sind geistliche Aufbrüche nicht möglich er will der Trainer sein.

Der Heilige Geist machte Richter, Könige, Propheten und Apostel zu Reformatoren, durch die er Einzelne und ganze Völker dorthin zurückführte, wo Gott sie haben wollte.

Johannes den Täufer kann man als den größten Reformator vor Jesus bezeichnen. Durch ihn wurde seine ganze Nation zu Gott zurückgerufen, er erklärte ganz Israel, wie es leben sollte und bereitete das Volk auf seinen Messias vor.

Die erste überlieferte Aussage, die Johannes der Täufer über Jesus machte, bezog sich darauf, dass Jesus die Menschen mit Heiligem Geist und mit Feuer taufen würde. Johannes erkannte, dass Jesus der Messias war, als der Heilige Geist in der Gestalt einer Taube auf Jesus kam und auf ihm blieb. Einen Tag später bezeichnete Johannes ihn als das Lamm Gottes, welches die Sünden der Welt tragen würde. Daraus kann man ablesen, dass die Erfüllung mit dem Heiligen Geist nicht weniger wichtig ist als die Erlösung von den Sünden.

Bei seiner Taufe hörte Jesus die Stimme seines Vaters im Himmel und sah, wie der Heilige Geist auf ihn kam. Unmittelbar nach dieser Erfahrung lesen wir über Jesus:

„Erfüllt mit dem Heiligen Geist, verließ Jesus die Jordangegend. Vierzig Tage war er, vom Geist geführt, in der Wüste“ (Lukas 4,1).

Nach der Zeit in der Wüste wird von Jesus berichtet:

„Erfüllt mit der Kraft des Geistes, kehrte Jesus nach Galiläa zurück. Bald sprach man in der ganzen Gegend von ihm“ (Lukas 4,14).

Die Menschen redeten über Jesus, weil die Kraft des Heiligen Geistes sich durch ihn so stark auswirkte.

Jesus heilte die Kranken, weil er dazu gesalbt war. Den Pharisäern erklärte er, dass er durch den Heiligen Geist die Dämonen austrieb und damit das Reich Gottes sichtbar machte. Und gleich in seiner ersten Predigt, die er jemals in einer Synagoge hielt, sprach er über den Heiligen Geist.

Am letzten Abend, den Jesus mit seinen Jüngern verbrachte, feierte er mit ihnen das Abendmahl und gab ihnen noch wichtige Anweisungen mit auf den Weg. Viele handelten über den Heiligen Geist. Jesus sagte sogar, dass es für die Jünger besser wäre, wenn er von ihnen weggehen würde, weil dann erst der Heilige Geist zu ihnen käme. Der Heiligen Geist befähigte Jesus, sich selbst als Oper hinzugeben und vom Tod aufzuerstehen.

Bevor er in den Himmel zurückkehrte, verbrachte er noch vierzig Tage auf der Erde. In dieser Zeit versprach er seinen Jüngern, dass der Vater im Himmel den Heiligen Geist zu ihnen senden würde.

Am Pfingsttag wurden die Jünger mit dem Heiligen Geist erfüllt, während Feuer über ihren Köpfen zu sehen war. Als Petrus dann den Passanten erklärte, was mit ihnen los war, wurde das zur ersten Predigt in der Geschichte der Gemeinde Jesu. Auch Petrus sprach über den Heiligen Geist: „Jetzt trat Petrus zusammen mit den elf anderen Aposteln vor die Menge. Mit lauter Stimme erklärte er:

»Ihr Leute von Judäa und ihr alle, die ihr zur Zeit hier in Jerusalem seid! Ich habe euch etwas zu sagen, was ihr unbedingt wissen müsst. Hört mir zu! Diese Leute hier sind nicht betrunken, wie ihr vermutet. Es ist ja erst neun Uhr morgens. Nein, was hier geschieht, ist nichts anderes als die Erfüllung dessen, was Gott durch den Propheten Joel angekündigt hat. ›Am Ende der Zeit, so sagt Gott, ›werde ich meinen Geist über alle Menschen ausgießen‹«“ (Apostelgeschichte 2,14-17a).

Dann sprach Petrus von Jesus, den Gott in die Welt gesandt hatte, um die Menschen von der Sünde und der ewigen Verdammnis zu erlösen. Viele Zuhörer glaubten an Jesus und wurden sofort mit dem Heiligen Geist erfüllt.

Die Gegenwart des Heiligen Geistes war für die erste Gemeinde das Allerwichtigste. In der Apostelgeschichte lesen wir immer wieder, was der Heilige Geist tat. Die Apostel beteten und alle neuen Gläubigen wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt. Die Christen handelten in seiner Kraft. Um Diakon zu werden, musste man voll des Heiligen Geistes sein. Seit damals hat sich vieles verändert. Wir haben die Bedeutung des Heiligen Geistes reduziert und in unseren Gottesdiensten wird er oft kaum noch erwähnt. Das ist keine gute Entwicklung. Wir müssen wieder zu dem geistlichen Leben zurückkehren, das Jesus und seine Jünger geführt haben und dem Heiligen Geist wieder die oberste Priorität einräumen.

Ohne den Heiligen Geist gibt es keinen geistlichen Aufbruch und keine Reformation. Es ist seine Aufgabe, die Gläubigen zu erwecken, die Gemeinde heilig und vollkommen zu machen und die Welt mit der Erkenntnis Gottes zu durchdringen.

Wenn der Geist Gottes uns heimsucht, dann verändert sich die ganze Atmosphäre und es geschehen Dinge, die ohne seine Gegenwart niemals denkbar wären. Auch wenn man die Salbung des Heiligen Geistes nicht wirklich definieren kann, so spürt man doch sehr genau, ob sie da ist oder nicht. Vielleicht kann man sie beschreiben als die sichtbare Kraft Gottes im Leben eines Menschen, durch die ein Christ die übernatürlichen, göttlichen Werke tun kann. Letztlich ist es nicht wichtig, wie man die Salbung erklärt. Viel wichtiger ist die Frage, wie man sie empfängt und bewahrt. Es reicht auch nicht, den Heiligen Geist einmal zu empfangen, sondern wir müssen beständig in seiner Kraft leben.

Der Heilige Geist ist keine Taube, die auf unerklärliche Weise zu uns kommt und dann zwangsläufig bei uns bleibt. Die Salbung kommt nur dann auf unser Leben und bleibt auf uns, wenn wir fleißig und regelmäßig Gottes Nähe und seine Kraft suchen.

„Fragt nach dem Herrn und nach seiner Stärke, kommt immer wieder vor sein Angesicht, sucht seine Nähe! Erinnert euch an die Wunder, die er getan hat, an die erstaunlichen Zeichen, die er geschehen ließ, und an die Urteile, die er sprach“ (Psalm 105,4-5).

Man wird nicht zufällig mit dem Heiligen Geist erfüllt, sondern nur wer Gott, seine Nähe und seine Kraft sucht, der empfängt den Heiligen Geist. Natürlich hat Jesus uns durch seinen Tod den Zugang zum Heiligen Geist erst ermöglicht und alles, was wir von Gott bekommen, geschieht aus Gnade, trotzdem müssen wir Gott intensiv, aufrichtig und ernsthaft suchen, um ihm zu begegnen.

Viele würden sich gerne vom Heiligen Geist gebrauchen lassen, damit andere Menschen Veränderung erleben. Aber nur wenige sind bereit, auch selbst von ihm verändert zu werden. Doch die Salbung, die Menschen verändert, kann nur auf Personen ruhen, die auch selbst willig sind, verändert zu werden. Wir werden dann heilig, wenn wir an Jesu Gnade glauben. Nur durch seine Gnade können wir in Gottes Augen heilig sein.

Manche denken, sie müssten erst vollkommen werden, um von Gott gesalbt zu werden. Doch wenn wir die biblischen Personen betrachten, lässt sich das nicht bestätigen. Keiner der Propheten oder Apostel war vollkommen, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Entscheidend ist, ob man grundsätzlich in dem Bewusstsein lebt, wie Ton in der Hand des Töpfers zu sein, ständig bereit, von ihm geformt zu werden.

Wer dem Heiligen Geist nicht erlaubt, ihn zu verändern, der wird ihn nicht wirklich gut kennenlernen können. Es wird dann bei einem theoretischen Wissen über ihn bleiben. Besser ist es, sich dem Heiligen Geist zu öffnen, ihm Zutritt in alle Bereiche und geheimen Winkel unseres Lebens zu gestatten und ihm zu erlauben, unser Denken, Reden und Verhalten zu verändern. Nur so wird man ihn besser kennenlernen und miterleben, wie er seine Kraft und Wirksamkeit entfaltet. Je offener wir vor Gott sind, desto mehr wird Gott uns auch von sich selbst zeigen. Öffnen wir unser Herz für ihn, dann lässt er uns in sein Herz blicken. Wenn wir uns Gott nahen, dann kommt er uns auch nahe.

Seine Nähe ist etwas Gewaltiges. Wir merken es, wenn er da ist und uns erfüllt. Das ist vergleichbar mit einer Steckdose. Wenn wir den Finger hineinstecken, dann werden wir den Stromschlag spüren. Wir werden den Schlag am ganzen Körper spüren, egal ob wir verstehen, wie Elektrizität funktioniert oder nicht. Ähnlich ist es auch mit Gottes Kraft. Unser Körper reagiert darauf, ob wir das nun verstehen oder nicht.

Das Wesen des Heiligen Geistes ist unveränderlich. Es liegt an uns, ihn kennenzulernen und uns mit seiner Art zu arrangieren, denn verändern können wir ihn nicht. Wenn wir uns für ihn öffnen, dann werden wir lernen, seine Nähe zu spüren. Aber sein Tun ist für uns oft unerklärlich, denken wir nur daran, wie er das Rote Meer teilte, die Stadtmauer Jerichos einfallen ließ oder Tote auferweckte. Der Heilige Geist wirkt und reagiert nicht wie wir, er ist kein Mensch, sondern Gott. Nur wenn wir seine Art achten und lieben, können wir angemessen auf ihn eingehen und mit ihm Gemeinschaft haben.

Der Heilige Geist ist eine göttliche Person, keine natürliche. Er redet mit uns, hört zu, lehrt uns und sehnt sich danach, mit uns zusammen zu sein. Er leitet uns, erinnert uns an die Bibel, er heiligt uns und bittet für uns. Es ist möglich ihm zu widerstehen, man kann ihn verärgern und betrüben. Wir können ihn nicht systematisch untersuchen, weil er kein Konzept, sondern eine Person ist. Das ist ähnlich wie in der Ehe: Wenn wir mit unserem Partner keine Zeit verbringen, dann bringt es auch nichts, alle seine Eigenschaften und Merkmale zu studieren. Genauso nutzlos ist es, sich mit den Eigenschaften des Heiligen Geistes zu beschäftigen, ohne Umgang mit ihm zu haben. Er ist übernatürlich. Wir müssen nicht so viel über ihn wissen, wichtig ist, dass wir mit ihm Gemeinschaft haben und ihn dabei kennenlernen.

Wenn wir mit dem Heiligen Geist erfüllt sind und in neuen Sprachen beten, haben wir damit noch lange keine Garantie dafür, geistlich erweckt zu werden. Auch theoretisches Wissen über den Heiligen Geist führt uns nicht in seine Nähe. Wenn sich zwei Menschen kennenlernen wollen, dann müssen sie sich Zeit füreinander nehmen. Entsprechend wichtig ist es, Zeit in der Gegenwart Gottes zu verbringen. Nichts ist so kostbar wie die Zeit in seiner Nähe. Gott hat den Heiligen Geist zu uns geschickt, damit er uns überall hin begleitet. Es ist seine Kraft, die Erweckung in unserer Umgebung auslösen kann.

Wer geistlich erweckt werden will, braucht eine innige Beziehung zum Heiligen Geist. Dann kann Gott ihn gebrauchen, um seine Pläne für die Gemeinde und für die Welt voranzutreiben.

 

Warum ist es wichtig mit dem Heiligen Geist erfüllt zu sein?

1) Jesus wies seine Jünger an, nicht von ihm zu reden, bis sie mit dem Heiligen Geist erfüllt werden würden (Apostelgeschichte 1,4).

2) Jesus selbst zeigte es uns. Er begann seinen Dienst erst, nachdem er mit dem Heiligen Geist und Vollmacht erfüllt worden war (Lukas 4,18).

3) Jesus wollte, dass seine Nachfolger mit dem Heiligen Geist getauft werden (Lukas 3,16; Markus 1,8).

4) Petrus und Johannes wurden zu den neuen Gläubigen in Samaria gesandt, die „Gottes Botschaft angenommen hatten“ und „auf den Namen von Jesus, dem Herrn, getauft“ worden waren (Apostelgeschichte 8,14-17). Aber „bis zu diesem Zeitpunkt war der Heilige Geist noch auf keinen Einzigen von ihnen herabgekommen“.

5) Die Erfüllung mit dem Heiligen Geist muss immer wieder erneuert werden. In Apostelgeschichte 4,29-30 lesen wir, wie die Gemeinde betet:

„Höre nun, Herr, wie sie uns drohen, und hilf uns als deinen Dienern, furchtlos und unerschrocken deine Botschaft zu verkünden. Erweise deine Macht, und lass durch den Namen deines heiligen Dieners Jesus Kranke geheilt werden und Wunder und außergewöhnliche Dinge geschehen!

Darauf antwortete Gott (Apostelgeschichte 4,31):

„Nachdem sie in dieser Weise gebetet hatten, bebte die Erde an dem Ort, an dem sie versammelt waren. Sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und verkündeten die Botschaft Gottes weiterhin frei und unerschrocken.“

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