Über Jesus reden – sieben Tipps

 
Wenn wir als Christen im ganz normalen Alltag über unseren Glauben reden, fühlen wir uns oft nicht wohl in unserer Haut. Wir werden verkrampft und unnatürlich. Die folgenden Tipps können helfen, locker zu bleiben:
 
 
1. Wir brauchen einen natürlichen, naheliegenden Einstieg.
Während wir uns über was-auch-immer unterhalten, können wir überlegen, was Jesus damit zu tun hat. Es gibt keinen Bereich unseres Lebens, zu dem Jesus keinen Bezug hätte, sei es Sport, Musik, Kunst oder Politik. Irgendwo gibt es in jedem Gespräch einen Punkt, an dem es passt, Jesus zu erwähnen. Das können wir einerseits ganz beiläufig, andererseits aber auch voller Begeisterung tun, eben genau so, wie wir auch über andere Themen reden.
 
 
2. Wir sollten dabei nicht komisch werden.
„Ich muss mir dir unbedingt mal über Jesus sprechen.“ Wer so einsteigt, der behandelt den anderen als evangelistisches Opfer, nicht als Freund. Das führt zu einer Situation, die für beide Seiten beklemmend und unangenehm ist. Es gibt zwar auch gute Gespräche über den Glauben, die unangenehm werden, wenn es zum Beispiel um Sünde geht, aber das ist dann etwas anderes. Die Wahrheit, wie Gott sie sieht, ist nicht immer angenehm. Aber selbst dann können wir angenehme Gesprächspartner bleiben.
 
 
3. Gewinnend sein.
Es geht darum, Menschen zu gewinnen. Wir wollen das Herz des anderen mit Freundlichkeit gewinnen und die Richtung des Gesprächs sanft und behutsam lenken. Druck hat hier nichts zu suchen. Dazu gibt es ein altes, sehr gutes Buch von Charles Spurgeon, in dem er humorvoll, spannend und herausfordernd über seine eigenen evangelistischen Erfahrungen berichtet.
 
 
 
4. Widerlege die Vorurteile über Christen.
Es gibt viele Zerrbilder von Christen, die nicht gerade schmeichelhaft sind. Viele stellen sich Christen als Menschen vor, die andere verurteilen, die hart und lieblos sind und sich als Moralapostel aufspielen. Gleichzeitig haben aber die meisten, die so denken, gar keine gläubigen Freunde. Das ist unsere Chance. Wir können zeigen, wie Christen wirklich sind, nämlich so wie Gott selbst: nachsichtig, einfühlsam, hilfsbereit und liebevoll.
 
 
5. Offen sein für andere.
Als meine Frau und ich in ein großes Mietshaus zogen, luden wir nach und nach sämtliche Nachbarn zu uns ein. Wir gaben uns wirklich Mühe, sie mit gutem Essen und leckeren Getränken zu verwöhnen. Viele Nachbarn fühlten sich bei uns wohl, Kontakte entstanden und mit der Zeit konnten wir mit ihnen auch gute, tiefe Gespräche über den Glauben führen.
 
 
6. Kämpfe und Versagen bereitwillig zugeben.
Keiner von uns ist fehlerlos. Jeder hat seine Bereiche, in denen er sich schwertut und immer wieder versagt. Wenn in unserem Leben Dinge gut laufen, dann liegt das an Gott, nicht an uns. Die Menschen sind offener, wenn wir nicht so tun, als wären wir besser als sie. Sollen sie doch wissen, dass vieles, was ihnen schwer fällt, auch für uns ein Problem ist. Sie brauchen sich in unserer Gesellschaft nicht schlecht zu fühlen, wir sind auch nicht besser als sie.
 
 
7. Taten sagen oft mehr als Worte.
Wir sollten nach Gelegenheiten suchen, um unseren Mitmenschen Gutes zu tun. Unser ganzes Umfeld kann von unserer Hilfsbereitschaft profitieren. Dabei darf es aber nicht darum gehen, Aufmerksamkeit zu bekommen. Aber wir müssen uns schon darüber im Klaren sein, dass die Leute uns beobachten, besonders wenn sie wissen, dass wir gläubig sind. Das hat auch Jakobus im Neuen Testament geschrieben: „Glaube ohne Taten ist ein toter Glaube.“ An unserem Verhalten werden andere prüfen, ob unser Glaube lebendig ist.

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