Solche Leute braucht die Gemeinde

Eigenschaften eines Christen

Eine Gemeinde braucht Christen, die folgende Eigenschaften aufweisen:

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Demut

Von allen Charaktereigenschaften eines Christen ist Demut am wichtigsten. Um Demut zu lernen, muss man sich demütig verhalten. Niemand ist von Natur aus demütig, aber jeder kann Demut lernen, denn sie ist kein Gefühl, sondern eine Entscheidung. Jeder, der demütig werden will, kann sich vornehmen, entsprechend zu handeln. Drei Tipps dazu:

Man kann sich erfahrene Christen suchen, die Demut besitzen, und Zeit mit ihnen verbringen, um von ihnen zu lernen.

Man kann sich freiwillig melden, wenn Leute für einfache Arbeiten gesucht werden. Es ist gut, wenn man sich dort einbringt, wo es kaum einer bemerkt und man im Hintergrund bleibt. Erledigen wir diese Aufgaben gerne und mit Freude, in dem Bewusstsein, dass nur Jesus uns sieht, dann ist das gelebte Demut.

Wir müssen uns mit dem Leben Jesu beschäftigen und ihn als Vorbild nehmen. Immerhin hat er gesagt: „Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden“ (Matthäus 23,12). Niemand hat sich so sehr gedemütigt wie Jesus, und niemand wurde so hoch erhöht.

 

Die Gemeinde hat Priorität

In jeder Gemeinde gibt es Leute, die von Sonntag zu Sonntag neu überlegen, ob sie zum Gottesdienst gehen oder nicht. Wenn es ihnen passt, dann kommen sie, aber schon wegen den kleinsten Gründen bleiben sie fern. Doch eine Gemeinde ist auf Leute angewiesen, für die es selbstverständlich ist, zu den Veranstaltungen zu kommen. Es ist gut, sich selbst immer wieder zu fragen, ob die Gemeinde im eigenen Leben den richtigen Stellenwert hat. Dazu zwei Argumente:

Jeder Christ braucht eine Gemeinde und Gott hat jeden von uns aus gutem Grund in einer bestimmten Gemeinde positioniert. Wir können als Christen nicht isoliert leben. Ein einzelner Christ ist nicht stark genug, nicht weise genug, nicht reif genug und auch Gott nicht ähnlich genug. In der Gemeinde erleben wir Gnade in alltäglichen Zusammenhängen, eine Erfahrung, die wir brauchen, um langfristig Jesus nachfolgen zu können. Ohne die Unterstützung durch die anderen Christen in der Gemeinde würden wir irgendwann geistlich untergehen.

Die Gemeinde braucht die Gläubigen. Gott will, dass wir uns zu Gemeinden zusammenschließen, damit wir uns gegenseitig Gutes tun können. Dazu lesen wir in 1.Petrus 4,10: „Jeder soll den anderen mit der Gabe dienen, die er von Gott bekommen hat. Wenn ihr das tut, erweist ihr euch als gute Verwalter der Gnade, die Gott uns in so vielfältiger Weise schenkt“. Gott hat uns Gaben gegeben, damit wir sie in der Gemeinde einsetzen und anderen damit dienen. So haben auch die anderen Christen etwas davon, wenn wir regelmäßig in der Gemeinde sind.

 

Einen Tag für Gott reservieren

Es ist eine gute Gewohnheit, einen Tag pro Woche für Gott freizuhalten. Wir wissen zwar, dass das Gesetz aus dem Alten Testament durch Jesus vollständig erfüllt ist. Doch auch wenn wir den Sabbat nicht mehr halten müssen, ist es trotzdem ein gutes, göttliches Prinzip, sich einen Tag pro Woche freizuhalten.

Wenn wir uns entscheiden, den ganzen Sonntag für Gott und die Gemeinde zu nutzen, dann ändert sich vieles in unserem Alltag. Berufliche oder sportliche Veranstaltungen, die sonntags stattfinden, sind für uns dann keine Option. Auch wenn wir in der kommenden Woche Prüfungen oder sehr viel Arbeit haben, sind wir am Sonntag in der Gemeinde. Wir gehen sonntags nicht früher nach Hause, weil ein wichtiges Fußballspiel im Fernsehen übertragen wird. Stattdessen lassen wir alle alltäglichen Sorgen und Vergnügungen beiseite und verbringen den ganzen Tag damit, Gott anzubeten, mit anderen Christen zusammenzusein und Gott und den Menschen zu dienen.

 

Auch im Alltag wie ein Christ leben

Es ist nicht so schwer, sich in der Gemeinde wie ein Christ zu benehmen. Zu Hause ist das schon etwas anderes – ganz zu schweigen von der Arbeit oder der Schule. Plötzlich sind wir umgeben von Menschen, die nicht unbedingt nach christlichen Maßstäben leben. Zusätzlich sind wir unseren eigenen Wünschen, Sorgen und Zweifeln ausgesetzt. Doch eine Gemeinde braucht Christen, die gerade in der Gesellschaft Jesus repräsentieren.

Unsere regelmäßige Zeit mit Gott im Alltag ist nicht nur für uns selbst wichtig, sondern auch für die ganze Gemeinde.

Jeder von uns wird an anderen Stellen herausgefordert. Aber wenn wir jeden Tag beten und in der Bibel lesen, dann können wir an jedem Wochentag als Christ leben. Egal, wie viel wir zu tun haben und wie verrückt unser Leben gerade ist, diese Zeit mit Gott sollten wir nie vernachlässigen. Auch wenn wir uns ganz falsch verhalten haben und überhaupt keine Lust auf Gottes Nähe haben, sollten wir uns jeden Tag diese Zeit nehmen und nicht nur für uns, sondern auch für unsere Gemeinde beten. Dabei kann man zum Beispiel ein Mitgliederverzeichnis verwenden und immer wieder für alle Namen von A bis Z nacheinander beten, in kleinen täglichen Portionen. Unsere tägliche Zeit mit Gott ist nicht nur für uns selbst wichtig, sondern auch eine Zeit, in der wir andere segnen.

 

Menschen begegnen, die anders sind

Eine Gemeinde ist ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, die sich nicht gesucht haben, sondern die der Glaube verbindet. Nicht wir entscheiden, wer dazukommt, sondern Gott stellt die Gruppe zusammen. Es liegt nun an uns, diese Menschen zu lieben und unser Leben mit ihnen zu teilen, auch wenn sie ganz anders sind als wir selbst. „Denkt zum Vergleich an den menschlichen Körper! Er stellt eine Einheit dar, die aus vielen Teilen besteht; oder andersherum betrachtet: Er setzt sich aus vielen Teilen zusammen, die alle miteinander ein zusammenhängendes Ganzes bilden. Genauso ist es bei Christus“ (1.Korinther 12,12). Wenn sich in einer Gemeinde immer nur bestimmte Altersgruppen zusammenfinden würden oder wenn Menschen aus verschiedenen Nationen nie miteinander zu tun hätten, dann könnte man denken, das Evangelium wäre nicht stark genug, um unterschiedliche Menschen miteinander zu verbinden. Doch das stimmt nicht, durch Jesus können wir lernen, auch Menschen zu lieben, mit denen wir sonst nie in Berührung gekommen wären.

Es ist gut, wenn wir uns dazu entscheiden, in unserer Gemeinde verschiedene Leute kennenzulernen. Wir können auch mit Menschen, die ganz anders ticken als wir, enge Beziehungen knüpfen.

 

Großzügigkeit lernen

Geld ist ein heikles Thema. Unser Umgang mit Finanzen zeigt, was wir wirklich glauben und was uns wirklich wichtig ist. Egal in welchen Lebensumständen wir uns befinden, es ist immer richtig, Großzügigkeit einzuüben. Die Bibel ist da ganz eindeutig: „Jeder soll für sich selbst entscheiden, wie viel er geben möchte, und soll den Betrag dann ohne Bedauern und ohne Widerstreben spenden. Gott liebt den, der fröhlich gibt“ (2.Korinther 9,7). Spenden gehört zum Leben eines Christen dazu, und wir sollen es gerne tun. Dazu zwei Hinweise:

Vergessen wir nie, dass unser Geld nicht uns gehört. Alles, was wir haben, gehört Gott. Wir sind nur seine Verwalter und er erwartet von uns, dass wir alles, was er uns anvertraut, gut verwalten und zu seiner Ehre einsetzen.

Der erste Teil gehört Gott. Ich kenne Christen, die behaupten, sie hätten kein Geld zum Spenden übrig. Aber sie haben das teuerste Smartphone und wenn sie zum Gottesdienst kommen, tragen sie immer die neueste Mode. Das passt nicht zusammen. Christen sollten sich angewöhnen, den ersten und besten Teil ihres Einkommens Gott zu geben. Je schwerer uns das fällt, desto wichtiger ist es, dass wir es uns angewöhnen.

 

Ein wertvolles Gemeindeglied sein

Es ist gut, wenn wir den anderen in der Gemeinde so dienen, dass wir eine wichtige Hilfe und Unterstützung für sie sind. Dazu passt die Geschichte von Tabita, der Frau, die Petrus von den Toten auferweckte. Von ihr lesen wir: „Tabita tat viel Gutes und half den Bedürftigen, wo sie nur konnte … In Joppe angekommen, wurde er in das Zimmer im Obergeschoss geführt, in dem Tabita aufgebahrt war. Viele Witwen waren dort versammelt und beweinten die Tote. Sie alle drängten sich jetzt um Petrus und zeigten ihm unter Tränen ihre Kleider und Mäntel. ‚Das alles hat Tabita gemacht, als sie noch unter uns war!‘, sagten sie“ (Apostelgeschichte 9,36). Tabita war ein äußerst wertvolles Gemeindeglied. Sie liebte die Menschen in ihrer Gemeinde sehr und tat ihnen so viel Gutes, dass alle um sie trauerten, als sie starb.

Wäre das bei mir auch so, würde die Gemeinde um mich trauern, weil ich allen so viel Gutes getan habe? Das müssen wir uns fragen und einen Platz in der Gemeinde finden, an dem wir anderen wirksam dienen können, ausdauernd und ohne auf Lob und Anerkennung zu warten. Die einzig richtige Motivation dabei ist, dass wir den anderen gerne Gutes tun und Gott Freude machen wollen.

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