Sieben Dinge, die uns helfen, die Hoffnung nicht zu verlieren

Hoffnung ist die Voraussetzung für die Verbesserung eines Zustandes. Sich Hoffnung zu machen, bedeutet also, einen Grund zu haben, etwas zu verändern. In diesem Artikel möchte ich dir ein paar Punkte zusammenfassen was du tun kannst um an der Hoffnung festzuhalten.
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Wir brauchen Freunde.

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Am besten versuchen wir erst gar nicht, uns alleine durchs Leben zu schlagen. Nachfolger Jesu sind im Normalfall keine Einsiedler. Es ist viel schwieriger, ans Ziel zu kommen, wenn man alleine unterwegs ist. Im Schutz der Gemeinschaft mit anderen können wir wachsen und uns entwickeln. Salomo, der weiseste Mann aller Zeiten, sagte das in den bekannten Worten: „Einer kann leicht überwältigt werden, doch zwei sind dem Angriff gewachsen. Man sagt ja auch: ‚Ein Seil aus drei Schnüren reißt nicht so schnell!‘“ (Prediger 4,12; HFA).
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Hoffnung entsteht nicht zwangsläufig dadurch, dass sich unsere schwierigen Umstände entspannen. Entscheidend ist, ob andere mit uns durch Zeiten der Hoffnungslosigkeit gehen. In der Gemeinschaft wächst die Hoffnung. Paulus wusste das auch: „Helft einander, eure Lasten zu tragen!“ (Galater 6,2; NGÜ).
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Wir müssen Gott aktiv vertrauen.

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Wenn wir einfach nur zu Hause auf dem Sofa liegen und hoffen, dass Gott den Himmel über uns öffnen wird, kann es sein, dass wir lange warten müssen. Unsere innere und äußere Wiederherstellung ist ein Prozess, den wir bewusst selbst anstoßen müssen. Auch unsere freie Zeit müssen wir aktiv gestalten. Durch Herumsitzen und Abwarten wird sich nichts verbessern. Wir vertrauen Gott aktiv, indem wir uns auf den Weg machen und etwas unternehmen. Das Verb „hoffen“ ist ein aktives, kein passives Verb.
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Wir müssen ehrlich sein.

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Wer nicht aufrichtig ist, dem kann keiner helfen. Es ist schwer, jemanden zu lieben, der nicht echt ist. Was bringt es uns, wenn wir uns hinter einer netten Maske verstecken? Hoffnung kann dann entstehen, wenn wir uns und anderen gegenüber ehrlich sind.
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Wir dürfen sicher sein: Unsere Situation wird besser werden, Hilfe ist in Sicht!

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Vielleicht kommt die Veränderung nicht zu dem von uns gewünschten Zeitpunkt. Das Volk Israel musste oft auf Gottes Eingreifen warten. Sie warteten vierzig Jahre in der Wüste. In der babylonischen Gefangenschaft warteten sie siebzig Jahre, bis Gott endlich ihr Geschick wendete. Aber Gott griff immer ein. Wir können an der Hoffnung festhalten, denn unser Gott hat einen Plan für uns und er wird uns ans Ziel bringen.
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„Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und meine Wege sind nicht eure Wege. Denn wie der Himmel die Erde überragt, so sind auch meine Wege viel höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken“ (Jesaja 55,8-9; HFA).
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Wir müssen davon ausgehen, dass es mit unserer Welt grundsätzlich nicht besser werden wird.

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Moment mal, hieß es gerade nicht: „Es wird besser werden?“ Ja, das stimmt auch, einerseits. Trotzdem leben wir in einer gefallenen Welt, in der die Sünde regiert. Mitten unter uns ist dieser Dieb aktiv, der gekommen ist, um zu stehlen, zu töten und zu zerstören. Das heißt, das Leben wird immer auch Schmerz und Enttäuschung mit sich bringen. Statt sich also darauf zu versteifen, dass wir mit Gott ein angenehmes Leben haben werden, sollten wir uns lieber damit abfinden, im irdischen Leben nie etwas vollkommen Gutes zu erleben. Das Vollkommene gibt es erst im Himmel. Gleichzeitig soll uns das aber auch nicht in eine fatalistische Haltung führen. Denn Jesus hat uns auch gelehrt, dafür zu beten, dass Gottes Wille hier auf der Erde so geschehen möge, wie im Himmel (Matthäus 6,10).
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Alles wird dazu beitragen, dass wir Jesus ähnlicher werden.

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Gott mutet uns dieses schwere Leben nicht zu, weil er uns gerne leiden sieht. Sein Ziel mit uns ist es, dass wir Jesus ähnlicher werden. Wie gerne lesen wir diesen Vers: „Eines aber wissen wir: Alles trägt zum Besten derer bei, die Gott lieben; sie sind ja in Übereinstimmung mit seinem Plan berufen“ (Römer 8,28; NGÜ). Aber der nächste Vers ist genauso wichtig: „Darum hat er auch von Anfang an vorgesehen, dass ihr ganzes Wesen so umgestaltet wird, dass sie seinem Sohn gleich sind. Er ist das Bild, dem sie ähnlich werden sollen, denn er soll der Erstgeborene unter vielen Brüdern sein“ (V.29). Das Gute, das Gott für uns vorgesehen hat, ist unsere zunehmende Ähnlichkeit mit Jesus. Diese Hoffnung dürfen wir nie aus den Augen verlieren.
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So können wir in unsere Berufung kommen.

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Was bedeutet die folgende Aussage für uns? „Genauso nämlich, wie wir in ganz besonderem Maß an den Leiden von Christus teilhaben, erleben wir durch Christus auch Trost und Ermutigung in ganz besonderem Maß. Wenn wir also Nöte durchmachen, geschieht das, damit ihr die mutmachende und rettende Kraft Gottes erlebt. Und wenn wir getröstet und ermutigt werden, bedeutet das auch für euch Trost und Ermutigung; es hilft euch, standhaft die gleichen Leiden zu ertragen wie wir“ (2.Korinther 1,5-6; NGÜ).
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Gott tröstet uns in unseren schweren Zeiten auch, damit wir die gleiche Liebe, Barmherzigkeit, Gnade und Hoffnung, die wir selbst empfangen, später an andere weitergeben können, die in ausweglosen Situationen sind.So gesehen nutzt Gott unsere schwierigsten Zeiten, um uns für seinen Dienst an anderen Menschen vorzubereiten. Die Hoffnung ist nicht nur dazu da, dass wir selbst Erleichterung erfahren, die Hoffnung wird sich durch uns auch auf andere auswirken und weite, segensreiche Kreise ziehen.
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