Jesus kam nie zu spät

Jesus hatte stets die Zeit im Blick. Was er tat, tat er immer genau im richtigen Moment. Während er seinen großen Auftrag ausführte und für uns die Tür vom Tod zum Leben aufstieß, war er nie in Eile und lief nie hinter seinem Zeitplan her. Seine Uhr ging anders. Er hielt sich nicht an unsere Standardzeit, vielmehr schien er seine Termine nach einer ewigen Standardzeit zu planen. Jesus kam nie zu spät, auch nicht zu früh, er war immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
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Jesus wurde genau zur richtigen Zeit geboren, während seine Eltern gerade in Bethlehem waren und die Sterne die Geburt des lange erwarteten Königs bekanntgaben. Als Heranwachsender verbrachte er Zeit im Tempel, um die Heilige Schrift zu studieren, während seine Eltern schon auf dem Heimweg waren.
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Als alle dachten, er wäre zu spät, kam er doch genau im richtigen Moment, um Lazarus vom Tod aufzuerwecken. Beim Laubhüttenfest forderten seine Brüder ihn auf, mit ihnen zusammen nach Jerusalem zu gehen. Doch er antwortete ihnen: „Für mich ist die richtige Zeit noch nicht da … Geht ihr nur hinauf zum Fest. Ich komme jetzt nicht; für mich ist die Zeit noch nicht da.« Mit dieser Antwort ließ er sie gehen; er selbst blieb in Galiläa. Nachdem jedoch seine Brüder zum Fest hinaufgegangen waren, ging Jesus selbst auch nach Jerusalem hinauf, allerdings unbemerkt und ohne Aufsehen zu erregen“ (Johannes 7,6-10; NGÜ).
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Es finden sich im Neuen Testament viele Beispiele, wie Jesus mit der Zeit umging – und er möchte, dass wir das von ihm lernen.
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Gott hat einen Zeitplan für uns, an den sollten wir uns halten – nicht an unseren eigenen.

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Jesus hatte viele Möglichkeiten, sich zwischen guten, sehr guten und noch besseren Programmpunkten zu entscheiden. Doch er war immer im engen Kontakt mit dem Vater, so konnte er immer die richtigen Entscheidungen treffen und wusste, wann er was tun musste. Wer nach Gottes Zeitplan lebt, verweigert sich allem, was dringend erscheint, um das zu tun, was ewig ist.
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Entscheidend ist immer, was Ewigkeitswert hat, vergängliche Dinge haben in Gottes Terminkalender keinen Platz.

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Jesus beurteilte die Dinge immer von ihrem Ende her. Ihm war bewusst, dass ein Tag des Gerichts kommen würde. Deshalb war er voller Barmherzigkeit gegen alle, die verloren und in Sünde gefangen waren. Er wusste, dass sie die zukünftige Ewigkeit nicht wahrnehmen konnten. Aber er selbst hatte die Ewigkeit immer vor Augen, also setzte er alles daran, den Blick der Menschen von den irdischen Dingen abzuwenden und auf die himmlischen Dinge zu richten. Selbst kurz vor seinem Tod sagte er noch sinngemäß: „Vater, vergib ihnen. Sie können das Ende aller Dinge nicht sehen, deshalb ist ihnen nicht bewusst, was sie gerade tun. Sie verstehen nicht, wer ich bin.“ Wer Jesus nachfolgt, starrt nicht mehr wie gebannt auf die vergänglichen Ablenkungen unserer Zeit, sondern er ist sich im Klaren, dass ihm nur noch eine begrenzte Zeit bleibt, um die Menschen auf Jesus hinzuweisen.
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Grundsätzlich handelt Gott immer genau im richtigen Moment.

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Für Jesus war Gottes Zeitplan hier auf der Erde von zentraler Bedeutung, so zentral, dass er sogar genau im richtigen Augenblick starb. Als die römischen Soldaten seine Beine brechen wollten, um sein Sterben zu beschleunigen, war er schon tot. Er hatte alles vollbracht, und er hatte es rechtzeitig vollbracht. Er starb so, dass auch die alte Prophezeiung erfüllt wurde, wonach keiner seiner Knochen gebrochen werden würde.
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Gott hatte das Leben Jesu sehr genau geplant und sein Plan für unser Leben ist nicht weniger präzise. Hier findet sich die Antwort auf die Frage vieler Christen, warum Gott noch nicht eingegriffen hat, obwohl sie ihn schon so lange um etwas bitten. Egal ob wir Gott um Geld gebeten haben, um die monatlichen Rechnungen bezahlen zu können, ob wir auf einen geistlichen Durchbruch warten oder Gottes Antwort auf eine bestimmte Frage brauchen – hier ist der Schlüssel: Wir können uns darauf verlassen, dass Gott rechtzeitig eingreifen wird.
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Doch während wir auf Hilfe und Erhörung warten, fragen wir uns, wo Gott eigentlich bleibt. Wieso hält er uns so lange hin? Tatsächlich müssen wir grundsätzlich nie auf Gott warten, denn er handelt immer genau zum richtigen Zeitpunkt. Er hat unsere Gebete gehört und unsere Not gesehen. Aber er wird erst dann reagieren, wenn die richtige Zeit dafür gekommen ist, vorher nicht.
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Sein Zeitplan zählt, nicht unserer. Während wir warten, dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott in seinem perfekten Plan alles zu unserem Besten wenden wird. Weil wir ihn lieben, weil er uns berufen hat und wir seinem Ruf gerne gefolgt sind – deshalb wird er am Ende alles genau richtig machen, zur richtigen Zeit und auf die richtige Weise.
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„Was können wir jetzt noch sagen, nachdem wir uns das alles vor Augen gehalten haben? Gott ist für uns; wer kann uns da noch etwas anhaben? Er hat ja nicht einmal seinen eigenen Sohn verschont, sondern hat ihn für uns alle hergegeben. Wird uns dann zusammen mit seinem Sohn nicht auch alles andere geschenkt werden?“ (Römer 8,31-32; NGÜ).
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