Jeder Christ ein Evangelist – vier Schritte in diese Richtung

Jeder in der Gemeinde hat eine evangelistische Verantwortung und sollte in irgendeiner Weise evangelistisch unterwegs sein. Es ist Aufgabe der Leiterschaft, dieses Bewusstsein zu schärfen.

Immer wieder findet sich unter Christen das Denken, nur einige wenige hätten eine besondere Gabe der Evangelisation. Doch tatsächlich sendet Gott jedes seiner Kinder zu den Menschen, denen er begegnen will.

Evangelisation ist keine Gabe, sondern eine Verantwortung. Wir müssen die gute Nachricht von Jesus zu den anderen Menschen bringen.

Manchmal ist es eine langwierige Aufgabe des Pastors, das Denken der Gemeinde entsprechend zu verändern und sie dahin zu führen, dass sie ihre Verantwortung wahrnimmt. Wir wollen hier vier Schritte herausgreifen, die einer Gemeinde helfen können, evangelistisches Denken und einen evangelistischen Lebensstil einzuüben.

 

In Beziehungen leben.

Nur wenige hören das Evangelium oder tauchen in einer Gemeinde auf, ohne vorher eine gläubige Person gekannt zu haben. Die meisten, die zum Glauben an Jesus kommen, kannten eine Person, die sie zum Glauben eingeladen hat. Gott will, dass wir anderen von ihm erzählen, auch unseren Angehörigen, Freunden und Nachbarn. Er lädt uns ein, andere einzuladen. Über freundschaftliche Beziehungen ist es am ehesten möglich, andere mit dem Evangelium zu erreichen.

Unsere Freunde vertrauen uns, wenn wir ihnen erzählen, wo man gut essen kann, welcher Handwerker tüchtig ist und welche Babysitter zuverlässig sind. Genauso werden sie uns auch vertrauen, wenn wir ihnen den Glauben an Jesus weiterempfehlen.

 

Mut machen, andere zu ermutigen.

Viele Menschen denken, Christen müssten ein fehlerloses Leben führen. Entsprechend wollen sie mit Christen nichts zu tun haben, da sie sich selbst als fehlerhaft und unvollkommen erleben. Deshalb können wir gar nicht oft genug betonen, dass wir alle einen Erlöser brauchen. Das dürfen die Gläubigen nicht vergessen, die Welt muss es wissen und allen, die in unsere Gemeinde kommen, müssen wir es immer wieder sagen. So können wir die Distanz reduzieren, die viele Menschen dem Christentum gegenüber empfinden.

Alle in der Gemeinde müssen sich darüber im Klaren sein, dass niemand unbeschadet durch dieses Leben gehen kann. Entsprechend sollten wir im Alltag nach den Menschen Ausschau halten, die innerlich zerbrochen sind. Wir gehen auf sie zu als Menschen, die selbst zerbrochen waren, aber durch Gottes Liebe innerlich heil wurden. Diese Heilung für die Seele bieten wir den anderen an. Das ist Evangelisation.

 

einfache Angebote machen.

Es gibt Bereiche in der Gemeinde, die nur für Insider sind. Dazu können Abendmahlsgottesdienste, Taufen und auch manche Kleingruppen zählen. Aber eine Gemeinde sollte auch Veranstaltungen anbieten, die sich gezielt an Außenstehende wenden.

In unserer Gemeinde haben wir in dem Zusammenhang ein Ostereier-Such-Fest eingeführt. Die ganze Gemeinde ist am Start und viele bringen Freunde, Nachbarn und Verwandte mit, die sonst nicht kommen würden.

Jeder kann mitmachen. Das ist uns wichtig. Wir zeigen den Nachbarn, dass wie sie lieben, und laden sie ein, uns und die Gemeinde von innen kennenzulernen. Bei diesen Anlässen entstehen Kontakte, daraus können Beziehungen wachsen, die schließlich dazu führen, dass Menschen Jesus kennenlernen.

 

Gute Lehre predigen.

Das Ostereiersuchen ist der Auftakt. Aber dann wollen wir auch über die Auferstehung sprechen. Wir nutzen die Beziehungen und Kontakte, die entstanden sind, um die Kernaussagen des Evangeliums weiterzugeben.

Die Auferstehung Jesu ist das zentrale Thema – nicht nur am Sonntag.

In den Wochen, die auf das Ostereiersammeln folgen, gibt es in der Gemeinde weitere Angebote. Wir laden die Leute wieder ein, dieses Mal zu einem klar evangelistischen Vorstoß. Wir telefonieren miteinander, die Kleingruppenleiter rufen an und alle wissen, dass sie ihre Freunde einladen sollen, damit diese von Jesus hören.

So lehren wir die Grundlagen des Glaubens immer und immer wieder, verständlich und einprägsam.

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