Gibt es Gott überhaupt?

Besonders in der westlichen Welt können sich viele Menschen gar nicht vorstellen, dass es einen Gott geben könnte. Christen sollen dann beweisen, dass es ihn wirklich gibt. Das geht natürlich nicht. Nicht einmal die Bibel versucht, die Existenz Gottes zu beweisen. Der erste Vers im 1. Buch Mose geht schlicht davon aus, dass Gott von Anfang an eine reale Person war. Das ist für uns Menschen eine große Herausforderung.

Eine Sache des Glaubens

Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen. Wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass es ihn gibt und dass er die belohnt, die ihn aufrichtig suchen.

Hebräer 11,6

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Eigentlich ist es logisch: Wer Gott gefallen will, muss an ihn glauben. Aber hier steht noch mehr. Gott belohnt alle, die ihn aufrichtig suchen. Wenn wir also auf unser Zweifeln verzichten und der Bibel vertrauen, was sie über Gott sagt, dann wird er sich uns als der wahre, lebendige Gott zeigen. Das wird in unseren Herzen und in unserem Alltag passieren. Dabei lernen wir, ihn zu achten und zu lieben. Der Glaube an Gott – damit natürlich auch an die Bibel – macht es uns möglich, ihn kennenzulernen und unser Glaube macht es Gott möglich, sich uns zu offenbaren.

 

Eine Sache des gesunden Menschenverstandes

Seit über hundert Jahren versuchen die Menschen, die an die Evolutionstheorie glauben, die Existenz Gottes zu widerlegen. Trotzdem glauben viele Menschen insgeheim an etwas oder an jemanden, an eine höhere Macht, ob man sie nun Gott nennt oder nicht. Sie sind wie die Menschen in Athen, zu denen Paulus gesprochen hat. Sie kannten Gott nicht, aber sie wussten im tiefsten Inneren, dass es ihn gibt.

Da trat Paulus vor die Ratsmitglieder und alle anderen, die zusammengekommen waren, und begann: »Bürger von Athen! … Als ich … durch die Straßen eurer Stadt ging und mir eure Heiligtümer ansah, stieß ich auf einen Altar mit der Inschrift: ›Für einen unbekannten Gott‹. Ihr verehrt also ein göttliches Wesen, ohne es zu kennen. Nun, gerade diese euch unbekannte Gottheit verkünde ich euch. Meine Botschaft handelt von dem Gott, der die ganze Welt mit allem, was darin ist, geschaffen hat. Er, der Herr über Himmel und Erde, wohnt nicht in Tempeln, die von Menschen erbaut wurden …«

Apostelgeschichte 17,22-24

 

Die Bibel ist sehr direkt: „Törichte Spötter reden sich ein: »Es gibt keinen Gott!« (Psalm 14,1). Man muss schon töricht, also unvernünftig sein, um zu glauben, dass es keinen Gott geben könnte. Es gibt einfach zu viele Hinweise auf Gottes Wirken, um nicht an seine Existenz glauben zu können.

 

Die Schöpfung weist auf Gott hin

Die Himmel verkünden die Herrlichkeit Gottes, und das Himmelsgewölbe zeigt, dass es das Werk seiner Hände ist. Ein Tag erzählt es dem anderen, und eine Nacht gibt es der anderen weiter. Sie tun es ohne Worte, kein Laut und keine Stimme ist zu hören. Und doch geht ihre Botschaft über die ganze Erde, ihre Sprache bis zum Ende der Welt.

Psalm 19,2-5

Dabei ist doch das, was man von Gott erkennen kann, für sie deutlich sichtbar; er selbst hat es ihnen vor Augen gestellt. Seit der Erschaffung der Welt sind seine Werke ein sichtbarer Hinweis auf ihn, den unsichtbaren Gott, auf seine ewige Macht und sein göttliches Wesen.

Römer 1,19-20

 

Im Alten und im Neuen Testament heißt es, man kann Gott in der Natur und in der Schöpfung erkennen. Die Welt, in der wir leben, ist kein Zufallsprodukt, sie trägt Gottes Handschrift. Aber Vorsicht: Auch wenn die Natur uns auf Gott hinweist, so ist es trotzdem falsch, die Natur als Gott zu verehren. Geschaffene Dinge dürfen wir nicht behandeln, als ob sie göttlich wären. Gott umgibt uns von allen Seiten, aber er ist kein Teil der Schöpfung. Das lesen wir auch im Römerbrief: Unsere Verehrung gehört nur Gott allein!

Denn sie vertauschten die Wahrheit, die Gott sie hatte erkennen lassen, mit der Lüge; sie verehrten das Geschaffene und dienten ihm statt dem Schöpfer …

Römer 1,25

 

Unser Gewissen weist auf Gott hin

Obwohl wir in einer Welt leben, die sich weit von Gott entfernt hat und wir von vielem Bösen umgeben sind, so haben wir doch ein Gewissen, das uns zwischen Gut und Böse Orientierung gibt. Wenn wir uns nicht von Gott leiten lassen, haben wir manchmal ein verkehrtes Gewissen. Deshalb können wir uns nicht immer auf unser Gefühl verlassen, wenn es darum geht, was gut und was böse ist. Da hilft ein Blick in die Bibel, an der wir abgleichen können, ob unsere Einstellung und unser Verhalten noch korrekt sind. Trotzdem – jeder Mensch hat von Gott ein Gewissen bekommen, um die richtigen Entscheidungen treffen und Gott finden zu können. Auch Menschen, die nichts von Jesus gehört haben und keine Bibel besitzen, können Gott kennenlernen, weil ihr Gewissen ihnen den Weg weist.

 

Wenn nun Menschen, die nicht zum jüdischen Volk gehören und mit dem Gesetz Gottes daher nicht in Berührung gekommen sind, von sich aus so handeln, wie es das Gesetz fordert, dann ist dieses Gesetz, auch wenn sie es nicht kennen, offensichtlich ein Teil von ihnen selbst. Ihr Verhalten beweist, dass das, was das Gesetz fordert, ihnen ins Herz geschrieben ist. Das zeigt sich auch im Urteil ihres Gewissens und am Widerstreit von Anklagen und Rechtfertigungen in ihren Gedanken.

Römer 2,14-15

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