Gemeinschaft

Im zweiten Kapitel der Apostelgeschichte steht ein interessanter Satz. Hier sehen wir, was für die ersten Christen Priorität hatte. Sie hielten in gegenseitiger Liebe und Hilfsbereitschaft zusammen – das wird im Begriff der christlichen Gemeinschaft zusammengefasst, der im Neuen Testament oft vorkommt. Wir wollen jetzt herausfinden, warum dieser Zusammenhalt für die ersten Christen so wichtig war.

 

Was das Leben der Christen prägte, waren die Lehre, in der die Apostel sie unterwiesen, ihr Zusammenhalt in gegenseitiger Liebe und Hilfsbereitschaft, das Mahl des Herrn und das Gebet.

Apostelgeschichte 2,42

 

 

Was ist Gemeinschaft?

Die unten stehenden Bibelstellen aus der Apostelgeschichte definieren und umschreiben, was mit Gemeinschaft gemeint ist.

Alle, die an Jesus glaubten, hielten fest zusammen und teilten alles miteinander, was sie besaßen.
Sie verkauften sogar Grundstücke und sonstigen Besitz und verteilten den Erlös entsprechend den jeweiligen Bedürfnissen an alle, die in Not waren.
Einmütig und mit großer Treue kamen sie Tag für Tag im Tempel zusammen. Außerdem trafen sie sich täglich in ihren Häusern, um miteinander zu essen und das Mahl des Herrn zu feiern, und ihre Zusammenkünfte waren von überschwänglicher Freude und aufrichtiger Herzlichkeit geprägt.
Sie priesen Gott bei allem, was sie taten, und standen beim ganzen Volk in hohem Ansehen. Und jeden Tag rettete der Herr weitere Menschen, sodass die Gemeinde immer größer wurde.

Apostelgeschichte 2,44-47

 

 

Zwei Kapitel später finden wir eine ähnliche Beschreibung:

 

Die ganze Schar derer, die an Jesus glaubten, hielt fest zusammen; alle waren ein Herz und eine Seele. Nicht ein Einziger betrachtete irgendetwas von dem, was ihm gehörte, als sein persönliches Eigentum; vielmehr teilten sie alles miteinander, was sie besaßen.

Vollmächtig und kraftvoll bezeugten die Apostel, dass Jesus der auferstandene Herr ist. Und die ganze Gemeinde erlebte Gottes Gnade in reichem Maß.

Es gab unter ihnen auch niemand, der Not leiden musste. Denn wenn die Bedürfnisse es erforderten, verkauften diejenigen, die ein Grundstück oder ein Haus besaßen, ihren Besitz und stellten den Erlös der Gemeinde zur Verfügung,

indem sie das Geld vor den Aposteln niederlegten. Davon wurde dann jedem das zugeteilt, was er nötig hatte.

Einer von denen, die den Bedürftigen in dieser Weise halfen, war Josef, ein Levit von Zypern, den die Apostel Barnabas nannten (Barnabas bedeutet: »der, der andere ermutigt«).

Josef verkaufte ein Stück Land, das ihm gehörte, und stellte das Geld, das er dafür bekam, der Gemeinde zur Verfügung, indem er es vor den Aposteln niederlegte.

Apostelgeschichte 4,32-37

 

8 Statements über Gemeinschaft

 

  1. Gemeinschaft bedeutet, mit anderen zusammen zu sein – wer alleine ist, hat keine Gemeinschaft.
  2. Gemeinschaft bedeutet, mit anderen zu teilen, was man hat.
  3. Gemeinschaft heißt, sich zu Hause zu treffen und zusammen zu essen.
  4. Gemeinschaft bewirkte Freude in der Gemeinde.
  5. Gemeinschaft zog viele neue Leute in die Gemeinde.
  6. Gemeinschaft bedeutet sich zu treffen um das Abendmahl zu teilen.
  7. Gemeinschaft bedeutet zusammen zu beten.
  8. Gemeinschaft bedeutet sich zu einem Gottesdienst zu treffen.

 

Gemeinschaft fängt mit Gott an

 

Johannes schreibt in einem seiner Briefe, dass wir an erster Stelle Gemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist haben sollen. Auch Paulus betont immer wieder, dass Christen in der Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist leben sollen.

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der euch Gemeinschaft untereinander schenkt, sei mit euch allen!

2 Korinther 13,13

 

Johannes erklärt weiter, dass wir nur Gemeinschaft mit Gott haben können, wenn wir „im Licht wandeln“. Damit meint er, wir sollen im Alltag so leben, dass Gott Freude an uns hat. Das Dunkle, die Sünde, soll keinen Raum haben. Wenn wir nicht im Licht, sondern in der Dunkelheit leben, dann stört das die Gemeinschaft mit Gott.

So war es auch bei Adam und Eva. Als sie die Sünde zuließen, war die enge Gemeinschaft mit Gott vorbei. Mit der Dunkelheit in ihrem Herzen war es für sie nicht mehr schön, mit Gott im Garten spazieren zu gehen. Auch den Garten selbst konnten sie nicht mehr genießen. All das Glück der vertrauten Beziehung zu Gott war verloren.

Gemeinschaft mit Gott ist von zentraler Bedeutung. Sie entsteht im Gebet, beim Bibellesen und indem wir ein heiliges Leben führen. Dann kann man die Nähe Gottes immer und bei allem erleben, egal wo man ist und was man gerade tut.

Wenn wir in der Gemeinschaft mit Gott leben, dann ergibt sich die Gemeinschaft mit anderen fast von selbst. Christen brauchen einander, sie können sich gegenseitig viel geben und bekommen viel voneinander.

Natürlich können wir nicht mit jedem Christen die gleiche, tiefe Freundschaft pflegen. Auch Jesus hatte Jünger, mit denen er enger verbunden war als mit anderen. Es gibt viele Ausdrucksformen für unsere Freundschaft mit anderen Christen.

In der Apostelgeschichte wird uns im zweiten und vierten Kapitel echte, tiefe Gemeinschaft unter den Christen beschrieben, und in beiden Fällen führte sie dazu, dass Gottes Kraft mächtig in der Gemeinde wirkte. Eine starke Gemeinschaft die siegreich ist, ist eine Gruppe, in der die Einzelnen eine tiefe, herzliche Gemeinschaft untereinander pflegen.

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