Dinge mit denen du 2021 deine Zeit nicht verschwenden solltest!

Jeder Tag hat 24 Stunden, das Jahr hat 365 Tage. Das gilt für alle Menschen überall auf der Welt gleichermaßen. Aber warum können dann Leute wie Steve Jobs und Elon Musk in derselben Zeit so unglaublich viel mehr auf die Beine stellen als andere? Das scheinen sich viele zu fragen, sonst gäbe es nicht Hunderte von Artikeln, die über die Tagesplanung und das Arbeitspensum der beiden berichten.
 

Jeder kann sich dafür entscheiden, das Maximum aus seiner Zeit herauszuholen

 
Bevor wir uns einer Aufgabe widmen, sollten wir deren Wert prüfen. Hat die Angelegenheit irgendwelche Auswirkungen auf unsere Zukunft? Welchen Vorteil wird es mir in meinem Leben bringen, wenn ich das mache? Werde ich dadurch persönlich weiterkommen, komme ich meinen Zielen näher? Wenn nicht, dann sollten wir unsere Zeit vielleicht lieber sinnvoller nutzen, als sie in diese Aufgabe zu stecken.
Auch die Frage nach der Motivation stellen wir uns viel zu selten. Warum tun wir etwas? Darüber denken viele Leute gar nicht nach.
Wer seine Aktivitäten kritisch unter die Lupe nimmt, wird an sich selbst vieles entdecken, das einfach nur Zeitverschwendung ist. Hat man das einmal erkannt, kann man anfangen, seine Zeit besser zu nutzen.
 
 
 

Viel zu oft merken wir gar nicht, womit wir unsere Zeit verschwenden

 
 
1. Zeitverschwendung:

Wir stürzen uns in Arbeit, um einem Problem aus dem Weg zu gehen.

 
Angenommen, vor uns ist eine Linie, die wir überqueren müssen. Weil uns das schwerfällt, rennen wir immer an der Linie entlang. Doch auch wenn wir dabei weite Strecken zurücklegen, werden wir auf diese Weise nie auf der anderen Seite der Linie ankommen.
Genau so gehen manche Leute mit ihren Problemen um. Man kann versuchen, den unangenehmen Dingen auszuweichen, aber davon gehen sie nicht weg. Oft kosten diese Ausweichmanöver viel Zeit und Kraft. Es wäre viel einfacher, das Problem anzupacken. Außerdem wird das Problem oft noch größer, während wir ihm aus dem Weg gehen. Für das alles ist unsere Lebenszeit aber viel zu schade – und irgendwann muss man das schwierige Thema ja doch anpacken. Warum also nicht gleich?
 
 
 
2. Zeitverschwendung:

Wir reden immer wieder über unsere Schwierigkeiten, ohne etwas an der Situation ändern zu wollen.

 
Natürlich ist es wichtig, dass man auch über belastende Dinge reden und seine Gefühle ausdrücken kann. Das ist ein zutiefst menschliches Bedürfnis. Allerdings muss man sich auch da fragen, warum man immer wieder über die gleiche Not redet.
Ist es vielleicht schon zur Gewohnheit geworden, immer wieder über dieselbe belastende Situation zu reden, ohne etwas ändern zu wollen? Kurzfristig tut einem so ein Gespräch, in dem man seinen Frust abladen kann, natürlich gut. Aber wenn sich an der Situation nichts ändert, werden die bedrückenden Gefühle schon bald zurückkehren, weil ihre Ursache noch da ist.
Statt immer nur die negativen Gefühle vor anderen auszubreiten, sollte man sich fragen, warum man sich so fühlt. Es ist wichtig, sich selbst zu erforschen und zu verstehen. Hat man erkannt, warum es einem so schlecht geht, kann man überlegen, was man dagegen tun kann.
Natürlich muss man anderen auch manchmal erklären, wie es einem geht oder warum es einem schlecht geht. Aber danach sollte man sich auf eine Lösung des Problems zubewegen. Sonst langweilt man alle mit den immer wieder gleichen Geschichten.
Negative Gefühle können uns antreiben, Dinge anzupacken und zu ändern – oder sie beherrschen uns und engen uns ein. Aber wenn wir wirklich wollen, dass sich etwas ändert, dann geht das auch.
 
 
 
3. Zeitverschwendung:

Wir müssen in einer Diskussion immer recht behalten.

 
Stellen wir uns eine Dienstbesprechung an unserem Arbeitsplatz vor. Wir haben uns ein neues Konzept überlegt, das viele Vorgänge effektiver machen würde und von dem wir total überzeugt sind. Wir präsentieren es den Kollegen, doch alle sehen das anders. Wir reden, argumentieren, diskutieren und kämpfen in der Hoffnung, alle überzeugen zu können. Die Besprechung dauert Stunden, bis schließlich alle genervt und gelangweilt schweigen. Am Ende wird das zwar gemacht, was wir vorhaben. Aber Respekt haben wir uns damit im Kollegenkreis nicht erworben.
Mit den Jahren lernt man, dass es oft keine zwei klaren Seiten gibt. Viele Dinge sind nicht einfach richtig oder falsch. Vieles hängt von der Perspektive des Einzelnen ab. Die meisten Dinge sind vielschichtig und es kommt immer auf den Blickwinkel an. Dabei ist es ganz unmöglich, den anderen die eigene Sicht auf ein Thema aufzwingen zu wollen. Solange man selbst nicht bereit ist, den Standpunkt des anderen einzunehmen, geht das noch weniger.
Warum kämpfen wir überhaupt so verbissen? Wer nur diskutiert, weil er nicht nachgeben kann, erreicht nicht viel. Auch wenn man als Sieger aus einer Diskussion hervorgeht, hat man nicht unbedingt etwas gewonnen. Man hat höchstes sein Selbstwertgefühl aufpoliert. Aber mit einem solchen Verhalten kann man andere sehr verletzen und Beziehungen können daran zerbrechen.
 
 
 
4. Zeitverschwendung:

Wir steigern uns in alle möglichen Sorgen hinein.

 
Wer sich wegen Dingen, die noch nicht passiert sind, Sorgen macht, ist wie ein Mensch, der an einem sonnigen Tag den Schirm benutzt – denn es könnte ja schließlich irgendwann anfangen zu regnen. Einerseits ist es ganz normal, dass man sich wegen Dingen, die einem wichtig sind, auch Sorgen macht. Aber wenn man sich dabei immer wieder im Kreis dreht, bring das keinem etwas. Ängste nehmen zu und können sich bis zur Panik steigern. So wird alles nur immer noch schlimmer. Am Ende passieren dann auch noch die negativen Dinge, die wir mit unseren Ängsten förmlich herbeigeredet haben.
Angenommen, am Arbeitsplatz geht das Gerücht um, dass die Firma Leute entlassen wird. Da bekommt man natürlich Angst, seine Stelle zu verlieren und man fängt an, nach entsprechenden Zeichen Ausschau zu halten. Halbkrank vor Angst bemüht man sich, bloß keinen Fehler zu machen und den Vorgesetzten nicht negativ aufzufallen. Aber das Ganze ist nur ein Gerücht. Bis jetzt wurde niemand entlassen und vielleicht stimmt das alles auch gar nicht. Trotzdem ist man schon mit den Nerven fertig – obwohl tatsächlich überhaupt nichts passiert ist.
Bis zu einem gewissen Maß ist es schon richtig, sich Gedanken, auch Sorgen zu machen. Das hilft uns, auf schwierige Situationen vorbereitet zu sein. Aber nachdem wir uns gedanklich und praktisch auf mögliche Katastrophen vorbereitet haben, können wir diese Vorstellungen zur Seite legen. Sorgen brauchen wir uns dann keine mehr machen – schließlich sind wir ja auf alles vorbereitet!
 
 
 
5. Zeitverschwendung:

Du hast dich mit der falschen Person befreundet.

 
Wenn wir mit jemandem zusammen sind, der uns nicht wirklich mag, ist das, als würden wir versuchen, einen Hasen mit Hunde-Leckerlis zu füttern. So sehr wir uns auch bemühen, wir lösen keine Begeisterung aus. Der Hase wird uns nur gelangweilt anschauen. Genauso ist es mit unserem Freund oder unserer Freundin. Wenn wir nicht wirklich die Person sind, die der andere sich wünscht, können wir den anderen nicht glücklich machen.
Uns kommt es so vor, als hätte der andere das Interesse an uns verloren. Er oder sie legt das Handy während der Verabredung gar nicht mehr aus der Hand. Die neuesten Instagram-Nachrichten scheinen interessanter zu sein als alles, was wir zu sagen hätten. 
Natürlich kann man vieles tun, um zu der Person zu werden, die dem  Freund/in gefällt. Aber irgendwann ist man dann nicht mehr echt. Schlimmer noch, man wird trotzdem nicht geliebt. Man verliert sich selbst und wird am Ende Mühe haben, seine tatsächliche Identität wieder aufzubauen, wenn die Freundschaft letztlich doch gescheitert ist.
 
 
 
6. Zeitverschwendung:

Wir bemühen uns ständig, anderen zu gefallen.

 
Angenommen, wir haben eine Person kennengelernt, der wir wirklich gerne gefallen würden. Egal, worüber sie redet, wir nehmen grundsätzlich den Standpunkt dieser Person ein und geben ihr in allem recht. Schließlich wollen wir ja gut ankommen. Das wird uns zu einem langweiligen Gesprächspartner machen. Es wäre viel attraktiver, wir würden unsere tatsächliche Meinung sagen und unsere Argumente mit dem anderen austauschen.
Man kann niemals allen gefallen und es ist unmöglich, von allen Menschen gemocht zu werden. Je mehr Leuten wir alles recht machen wollen, desto mehr Leute werden wir enttäuschen. Dasselbe Verhalten, das einer Person angenehm ist, wird eine andere Person nicht mögen. Der Versuch, anderen zu gefallen, ist immer falsch. Damit verschwendet man seine Zeit für Leute, die das nicht schätzen können. Es ist viel besser, wir konzentrieren uns auf uns selbst und versuchen, selbst so zu werden und so zu leben, wie wir es gut finden. Auf dem Weg werden wir für andere attraktiv.
 
Unsere Zeit ist begrenzt und sie ist eines unser wertvollsten Güter. In diesem Bewusstsein sollten wir mit unserer kostbaren Zeit sorgsam umgehen und sie nur dort investieren, wo es sich langfristig lohnt und uns den Gewinn bringt, den wir uns wünschen.

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