Die Leitung der Gemeinde

Ein paar wichtige Grundlagen im Bezug auf die Leitung der Gemeinde haben wir schon in einem früheren Blog Post besprochen. Jesus ist das Haupt der Gemeinde. Das heißt, dass er die Verantwortung hat und dass sein Körper, die Gemeinde, das tun soll, was er will. Grundsätzlich gilt für Christen, dass Jesus ihr Herr ist, sie sind seine Diener. Wir tun, was Jesus sagt, wir vertrauen ihm und lernen von ihm. So sind wir seine Jünger und damit auch seine Nachfolger. Er geht voraus, wir folgen ihm. Der Heilige Geist wirkt in der Gemeinde und führt sie in die Wahrheit hinein.

 

Doch wenn der Helfer kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch zum vollen Verständnis der Wahrheit führen. Denn was er sagen wird, wird er nicht aus sich selbst heraus sagen; er wird das sagen, was er hört. Und er wird euch die zukünftigen Dinge verkünden
Johannes 16,13

Mit Hilfe der Bibel zeigt Gott der Gemeinde, welchen Weg sie gehen soll und was die Wahrheit ist, in der sie sich bewegen soll. In diesem Zusammenhang wird die Bibel auch als das Licht auf unserem Weg bezeichnet.
Dein Wort leuchtet mir dort, wo ich gehe; es ist ein Licht auf meinem Weg.

Psalm 119,105

Doch wir werden in diesem Post noch mehr darüber lernen, wie eine Gemeinde geführt werden soll. Paulus schrieb in seinem Brief an die Gemeinde in Ephesus, dass es fünf verschiedene Arten von Leitern in einer Gemeinde geben soll. Bevor wir uns näher damit beschäftigen, noch ein wichtiger Aspekt: Gott hat immer ganz normale Leute ausgesucht, die er als Leiter über andere gesetzt hat. Im Alten Testament war das zum Beispiel Mose, der das Kind einer einfachen jüdischen Familie war und zu einem großen Führer des Volkes wurde. Auch der Prophet Samuel kam aus einer ganz normalen Familie. David war ein Hirtenjunge, bevor Gott ihn zum König berufen hat. Später hat Gott einfache Fischer wie Petrus und Gegner des Evangeliums wie Paulus zu Leitern der Gemeinde berufen. Sie wurden Apostel genannt, was so viel heißt wie „für eine bestimmte Aufgabe ausgesandt“.

Auch heute will Jesus seine Gemeinde mithilfe von Aposteln, Propheten, Evangelisten, Pastoren und Lehrern leiten.

 

Jedem Einzelnen von uns hat Christus einen Anteil an den Gaben gegeben, die er in seiner Gnade schenkt; jedem hat er seine Gnade in einem bestimmten Maß zugeteilt. Er ist es nun auch, der der Gemeinde Gaben geschenkt hat: Er hat ihr die Apostel gegeben, die Propheten, die Evangelisten, die Hirten und Lehrer.

Sie haben die Aufgabe, diejenigen, die zu Gottes heiligem Volk gehören, für ihren Dienst auszurüsten, damit die Gemeinde, der Leib von Christus, aufgebaut wird.


Epheser 4,7-8 + 11-12


Die unterschiedlichen Aufgaben der verschiedenen Leiter der Gemeinde

Apostel

Die Apostel haben von Gott den Auftrag, neue Gemeinden zu gründen. Sie sind Pioniere. Zur Zeit der ersten Christen reisten sie von Stadt zu Stadt, erzählten den Menschen überall von Jesus und organisierten die Menschen, die zum Glauben kamen, in Gemeinden. Sie waren oft mit großer Salbung ausgestattet und die Wunder, die durch sie geschahen, machten die Menschen auf Gott aufmerksam. Paulus verbrachte über zwei Jahre in Ephesus. Diese Geschichte kann man in Apostelgeschichte 19-20 nachlesen.


Drei Monate lang ging Paulus regelmäßig in die Synagoge von Ephesus und sprach dort frei und offen über das Reich Gottes und alles, was damit zusammenhängt. Er diskutierte mit den Synagogenbesuchern und versuchte, sie von der Wahrheit seiner Botschaft zu überzeugen. Doch einige von ihnen verschlossen sich dem, was er verkündete, und waren nicht bereit, das Evangelium anzunehmen. Statt dessen redeten sie vor allen Versammelten abfällig über die neue Glaubensrichtung. Daraufhin brach Paulus den Kontakt mit ihnen ab. Zusammen mit denen, die Jünger des Herrn geworden waren, trennte er sich von der jüdischen Gemeinde und sprach von da an täglich im Lehrsaal eines Mannes namens Tyrannus. Das tat er volle zwei Jahre lang, sodass nach und nach die ganze Bevölkerung der Provinz Asien – Juden wie Nichtjuden – die Botschaft des Herrn hörte. Dazu kam, dass Gott durch Paulus ganz außergewöhnliche Dinge geschehen ließ. Die Leute nahmen sogar Tücher, mit denen Paulus sich den Schweiß abgewischt, oder Schürzen, die er bei seiner handwerklichen Arbeit getragen hatte, und legten sie auf die Kranken mit dem Ergebnis, dass die Krankheiten verschwanden und dass bei den Besessenen die bösen Geister ausfuhren.

Apostelgeschichte 19,8-12

Die folgenden Dinge waren kennzeichnend für den Aufenthalt von Paulus in Ephesus:

  • Er predigte frei und offen über Jesus, diskutierte und versuchte, die Zuhörer zu überzeugen.
  • Es geschahen außergewöhnliche Wunder.
  • Dämonen fuhren aus.
  • Er hatte heftigen Widerstand.
  • Viele wurden gläubig.
  • Als sein Dienst abgeschlossen war, zog er weiter.
  • Er hielt Kontakt mit der Gemeinde, die durch ihn entstanden war, indem er Briefe an die Gemeindeleiter schrieb und sie besuchte.

Propheten

Ein Prophet ist jemand, der im Namen Gottes zu den Menschen redet. Im Alten Testament waren es Männer wie Jesaja und Jeremia, die dem Volk Israel sagten, was Gott ihnen mitteilen wollte. Die Propheten hatten eine wichtige Rolle, besonders wenn das Volk sich von Gott entfernt hatte. Gott versuchte dann, sie mit prophetischen Botschaften wieder zurückzuholen. Gleichzeitig war es nicht leicht, ein Prophet zu sein, denn oft wollten weder der König noch das Volk hören, was der Prophet zu sagen hatte, besonders wenn es Kritik und Gerichtsankündigungen waren.

Paulus schieb an die Christen in Korinth, dass sie alle prophetisch reden sollten. Doch das ist nicht das Gleiche wie die Berufung, Prophet zu sein. Ein Prophet hat eine besondere, prophetische Salbung, um den Menschen im Namen Gottes wichtige Dinge zu sagen. In Apostelgeschichte 11 lesen wir von Agabus, der als Prophet anerkannt war. Er sagte den Christen voraus, dass eine Hungersnot kommen würde. So konnten sich die Gläubigen darauf vorbereiten. Später warnte er Paulus davor, nach Jerusalem zu gehen, weil er dort verhaftet werden würde. Aber Paulus ging trotzdem, er war sich sicher, dass Gott ihn dort haben wollte.

 

Und wenn, während jemand eine prophetische Botschaft verkündet, einem, der dabeisitzt und zuhört, von Gott etwas offenbart wird, soll der Redende seinen Beitrag beenden, um den Betreffenden zu Wort kommen zu lassen. Auf diese Weise hat – ohne dass mehrere gleichzeitig reden – jeder von euch die Möglichkeit, eine prophetische Botschaft weiterzugeben, sodass dann alle etwas lernen und alle ermutigt werden.

1.Korinther 14,30-31
Während dieser Zeit kamen einige Propheten aus Jerusalem nach Antiochia. Einer von ihnen – ein Mann namens Agabus – wurde vom Geist Gottes dazu gedrängt, vor die Gemeinde zu treten und anzukündigen, dass eine schwere Hungersnot über die ganze Welt hereinbrechen werde (was während der Regierungszeit von Kaiser Klaudius dann auch tatsächlich geschah). Da beschlossen die Jünger, den Geschwistern in Judäa eine Geldspende zukommen zu lassen; jeder sollte entsprechend seinen Möglichkeiten zu ihrer Unterstützung beitragen.

Apostelgeschichte 11,27-29

Evangelisten

Evangelisten haben eine besondere Fähigkeit, die Menschen zu erreichen, die noch weit von Gott entfernt sind. Philippus war ein vom Heiligen Geist gesalbter Evangelist. Durch ihn tat Gott große Wunder. Aber er gründete keine Gemeinde, sondern zog eilig weiter, um noch mehr Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Also wurden die Apostel Petrus und Johannes aus Jerusalem dorthin geschickt, wo Philippus evangelisiert hatte, um das fortzusetzen, was er begonnen hatte.

Unter ihnen war auch Philippus. Er ging in die bedeutendste Stadt von Samarien und verkündete dort, dass Jesus der Messias ist. Scharen von Menschen hörten ihm mit ungeteilter Aufmerksamkeit zu; sie waren beeindruckt von dem, was er sagte, und das um so mehr, als sie die Wunder miterlebten, die durch ihn geschahen.

Apostelgeschichte 8,5-6

 Pastoren

Das Wort „Pastor“ bedeutet Hirte. Ein Pastor sorgt so für andere Christen, wie sich ein Hirte um seine Schafe kümmert. Jesus bezeichnete sich selbst als den guten Hirten und er hat uns gezeigt, wie ein guter Pastor mit seiner Gemeinde umgehen soll.

Gebt Acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, die Gemeinde Gottes, zu deren Leitern euch der Heilige Geist eingesetzt hat. Sorgt für sie als gute Hirten; Gott hat sie ja durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben.Ich weiß, dass nach meinem Abschied reißende Wölfe bei euch eindringen und erbarmungslos unter der Herde wüten werden.

Seid also wachsam und denkt daran, dass ich drei Jahre lang unermüdlich, Tag und Nacht, jedem Einzelnen von euch den rechten Weg gewiesen habe, und das oft genug unter Tränen.

Apostelgeschichte 20,28-29 + 31

Sorgt für die Gemeinde Gottes, die euch anvertraut ist, wie ein Hirte für seine Herde. Seht in der Verantwortung, die ihr für sie habt, nicht eine lästige Pflicht, sondern nehmt sie bereitwillig wahr als einen Auftrag, den Gott euch gegeben hat. Seid nicht darauf aus, euch zu bereichern, sondern übt euren Dienst mit selbstloser Hingabe aus.


Spielt euch nicht als Herren der Gemeinden auf, die Gott euch zugewiesen hat, sondern seid ein Vorbild für die Herde.

1.Petrus 5,2-3

Ein Pastor sollte …

… seine Gemeinde ernähren, indem er ihr das Wort Gottes zuführt.

… seine Gemeinde durch sein Vorbild und seine Lehre leiten.

… seine Gemeinde lieben, so wie Jesus, der sein Leben für uns gegeben hat.

… seine Gemeinde zurechtweisen, wenn sie in Gefahr ist, auf den falschen Weg zu geraten.

… seine Gemeinde vor Irrwegen und falschen Lehren schützen.

»Ich bin der gute Hirte. Ein guter Hirte ist bereit, sein Leben für die Schafe herzugeben.

Johannes 10,11

Lehrer

Alle Leiter in der Gemeinde müssen in der Lage sein, den Gläubigen etwas zu vermitteln. Aber ein als Lehrer berufener Christ hat von Gott eine besondere Fähigkeit bekommen, den anderen das Wort Gottes zu erklären. Wenn er seine Aufgabe in der Gemeinde gut macht, dann ist die Gemeinde auch vor falschen Lehren geschützt. Die Christen werden die Wahrheit des Wortes Gottes glauben und umsetzen.

 

Eigenschaften für die Leitung einer Gemeinde

 

Bevor wir uns damit beschäftigen, wie Gemeinden geleitet werden sollen, wollen wir noch ein paar Eigenschaften von Gemeindeleitern betrachten.

 

1. Apostel, Propheten, Evangelisten, Pastoren und Lehrer können ihr Amt in der Gemeinde nur ausüben, wenn sie von Gott zu diesem Dienst berufen wurden.

Die Kennzeichen eines Ältesten

Es heißt – und das ist ein wahres Wort -: »Wenn sich jemand um ein leitendes Amt in der Gemeinde bemüht, strebt er nach einer großen und ehrenvollen Aufgabe.«Darum kommt als Gemeindeleiter nur jemand in Frage, der ein untadeliges Leben führt. Er muss seiner Frau treu sein und sich durch Besonnenheit und Verantwortungsbewusstsein auszeichnen. Sein Verhalten darf keinen Anstoß erregen, er muss gastfreundlich sein, und er muss fähig sein zu lehren. Er darf weder alkoholsüchtig sein noch zur Gewalttätigkeit neigen, muss freundlich sein, darf keinen Streit suchen und darf nicht am Geld hängen. Er muss sich in vorbildlicher Weise um seine Familie kümmern und seine Kinder zum Gehorsam erziehen und dazu anhalten, ein glaubwürdiges Leben zu führen. (Oder kann jemand für die Gemeinde Gottes sorgen, wenn er nicht einmal imstande ist, sich um die eigene Familie zu kümmern?). Er darf nicht erst kurze Zeit vorher zum Glauben gekommen sein; sonst könnte es geschehen, dass er sich auf seine Stellung etwas einbildet, und dann könnte ihn der Teufel zu Recht anklagen. Es ist aber auch wichtig, dass er außerhalb der Gemeinde einen guten Ruf hat; denn wenn übles Gerede über ihn verbreitet wird, könnte das der Teufel als Schlinge benutzen, um ihn zu Fall zu bringen.

1.Timotheus 3,1-7

Ich habe dich auf Kreta zurückgelassen, damit du das, was noch zu tun ist, zu einem guten Abschluss bringst. Setze in jeder Stadt Älteste ein, und zwar entsprechend den Anweisungen, die ich dir gegeben habe!

Für das Ältestenamt kommt nur jemand von unbestrittener Integrität in Frage, der seiner Frau treu ist und dessen Kinder gehorsam sind und nicht durch ungehöriges und rebellisches Verhalten Anlass zur Klage geben.

Ja, weil ein Gemeindeleiter ein von Gott eingesetzter Verwalter ist, muss er ein untadeliges Leben führen. Er darf nicht selbstherrlich sein, nicht jähzornig, nicht alkoholsüchtig, nicht gewalttätig und nicht darauf aus, sich zu bereichern.

Vielmehr soll er gastfreundlich sein, das Gute lieben, sich verantwortungsbewusst und gerecht verhalten, sich in allem von der Ehrfurcht vor Gott leiten lassen und sich durch Selbstdisziplin auszeichnen.

Er muss an der vertrauenswürdigen Botschaft festhalten, wie sie von Anfang an gelehrt worden ist; denn mit Hilfe dieser gesunden Lehre ist er imstande, die Gemeinde im Glauben zu stärken und die, die sich der Wahrheit widersetzen, zurechtzuweisen.

Titus 1,5-9

Ein Ältester

… soll einen guten Ruf und einen guten Charakter haben.

… soll ein guter Ehemann sein.

… soll seine Kinder zum Gehorsam erziehen.

… darf nicht jähzornig oder aggressiv sein.

… darf kein Alkoholproblem haben.

… soll auch mit wenig Geld zufrieden sein können.

… soll ein offenes Haus für Gäste haben.

 

Er soll „das Gute lieben, sich verantwortungsbewusst und gerecht verhalten, sich in allem von der Ehrfurcht vor Gott leiten lassen und sich durch Selbstdisziplin auszeichnen“ (Titus 1,8).

 

Außerdem muss ein Ältester die Grundlagen der christlichen Lehre glauben und danach leben.

2. Die Gabe der Leiterschaft kann man nicht kaufen, verdienen oder einüben. Deshalb sollte auch niemand auf andere neidisch sein, die diese Gabe von Gott bekommen haben.

 

Paulus, Apostel Jesu Christi, von Gott selbst berufen und beauftragt, an die Gemeinde Gottes in Korinth.

1.Korinther 1,1

3. Alle Leiter sollen den Christen in der Gemeinde helfen, Gott besser zu dienen.

 

Das soll dazu führen, dass wir alle in unserem Glauben und in unserer Kenntnis von Gottes Sohn zur vollen Einheit gelangen und dass wir eine Reife erreichen, deren Maßstab Christus selbst ist in seiner ganzen Fülle.

Epheser 4,13

4. Man bekommt von Gott die Gabe der Leiterschaft, um damit Gott und der Gemeinde zu dienen, nicht um seinen eigenen Einfluss zu erweitern.

5. Wer eine besondere Gabe von Gott bekommen hat, der ist ihm gegenüber auch verantwortlich für das, was er damit macht.

 

 

Wie soll eine Gemeinde geleitet werden?

Die meisten Gemeinden haben einen Pastor oder Pfarrer. Er wird unterstützt von Personen, die man „Älteste“ und „Diakone“ nennt. Was bedeuten diese Worte und welche Rolle hatten solche Leute bei den ersten Christen?

 

Die Aufgabe eines Ältesten

Wenn wir in der Apostelgeschichte die Berichte von den ersten Gemeinden untersuchen, werden wir feststellen, dass das Wort „Pastor“ gar nicht vorkommt. Stattdessen lesen wir von Ältesten. Die Ältesten sollen wie Hirten für die Gemeinde sorgen. Es fällt auch auf, dass eine Gemeinde von mehr als nur einem Ältesten geleitet werden soll. Eine Person alleine kann keine Gemeinde leiten, das wäre zu schwierig. Deshalb haben Paulus und Barnabas in jeder Gemeinde Älteste eingesetzt. Später schrieb Paulus einen Brief an Titus und bat ihn, das auch dort zu tun, wo er gerade war.

 

In jeder Gemeinde setzten sie Gemeindeälteste ein und vertrauten sie und alle anderen Geschwister mit Gebet und Fasten dem Herrn an, an den sie jetzt glaubten.

Apostelgeschichte 14,23

Ich habe dich auf Kreta zurückgelassen, damit du das, was noch zu tun ist, zu einem guten Abschluss bringst. Setze in jeder Stadt Älteste ein, und zwar entsprechend den Anweisungen, die ich dir gegeben habe!

Titus 1,5

Der Charakter eines Ältesten

In seinen Briefen an Timotheus und Titus zählt Paulus einige Eigenschaften auf, die ein Ältesten haben muss oder nicht haben darf. Der Charakter eines Ältesten spielt eine große Rolle. Bevor eine Gemeinde sich entscheidet, jemanden als Leiter einzusetzen, muss sie mehrere Dinge prüfen. Zum einen muss es deutlich geworden sein, dass der Betreffende die von Gott geschenkte Gabe hat, wie ein Hirte für die ihm anvertrauten Menschen zu sorgen. Außerdem muss die Gemeinde feststellen, ob sein eigenes Leben und sein Familienleben so sind, dass Gott daran Freude hat. Natürlich brauchen Älteste auch nicht perfekt zu sein. Aber sie sollen die Gemeinde leiten und ein Vorbild sein. Dazu brauchen sie ein treues und demütiges Herz. Sie müssen entschlossen vorangehen, gleichzeitig aber die Menschen, denen sie vorangehen, von Herzen lieb haben. Auch die Gemeinde braucht Demut, um den Leitern zu folgen. Das ist nicht immer einfach. In gewisser Weise ist es einfacher, sich Christus unterzuordnen, als sich unter die Leitung von Menschen zu stellen. Die gegenseitige Unterordnung ist oft schwierig. Aber es gefällt Gott, wenn wir anderen erlauben, uns zu leiten, zu lehren und uns zurechtzuweisen. Darin zeigt sich, dass unser Geist gesund ist und wir durch Jesus innerlich verändert und geheilt werden.

In der Gemeinde mitarbeiten

Im Neuen Testament arbeiteten die Diakone Seite an Seite mit den Ältesten. Sie waren für die vielen praktischen Aufgaben zuständig, die in einer Gemeinde auch getan werden mussten. Sie verteilten täglich das Essen an die bedürftigen Witwen. Indem die Diakone sich um diese Dinge kümmerten, hielten sie den Aposteln den Rücken frei, sodass diese sich auf das Predigen konzentrieren konnten.

An Diakone werden charakterlich die gleichen Anforderungen gestellt wie an Älteste, auch wenn sie andere Aufgaben haben. Diakone unterstützen die Ältesten, damit diese gute Leiter sein können. Manchmal sind die unterstützenden Tätigkeiten sogar schwieriger als das eigentliche Leiten.

Da beriefen die Zwölf eine Versammlung aller Jünger ein und erklärten: »Es wäre nicht gut, wenn wir Apostel uns persönlich um den Dienst der Verteilung der Lebensmittel kümmern müssten und darüber die Verkündigung von Gottes Botschaft vernachlässigen würden.Seht euch daher, liebe Geschwister, in eurer Mitte nach sieben Männern um, die einen guten Ruf haben, mit dem Heiligen Geist erfüllt sind und von Gott Weisheit und Einsicht bekommen haben. Ihnen wollen wir diese Aufgabe  .

Apostelgeschichte 6,2-3

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