Die Dreieinigkeit verstehen

Wenn wir uns die Bibel anschauen dann sehen wir das Gott durch den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist in Aktion tritt. Später werden wir die drei Personen Gottes einzeln betrachten, aber zuerst wollen wir uns mit Bibelstellen beschäftigen, die von der Dreieinigkeit handeln.

Die Schöpfung

Der Vater hat die Schöpfung geplant.

Der Sohn hat alles geschaffen.

Der Geist war auch daran beteiligt.

Jetzt aber, am Ende der Zeit, hat er durch seinen eigenen Sohn zu uns gesprochen. Der Sohn ist der von Gott bestimmte Erbe aller Dinge. Durch ihn hat Gott die ganze Welt erschaffen.

Hebräer 1,2


Durch ihn ist alles entstanden; es gibt nichts, was ohne ihn entstanden ist.

Johannes 1,3


Die Erde war noch leer und öde, Dunkel bedeckte sie und wogendes Wasser, und über den Fluten schwebte Gottes Geist.

1. Mose 1,2 

In all diesen Stellen sehen wir die drei Personen Gottes bei der Schöpfung.

 Jesus kommt auf die Erde

Der Vater gab seinen Sohn.

Der Geist kam auf Maria, sodass sie schwanger wurde.

Der Sohn wurde in die Welt geboren.

Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht.

Johannes 3,16



Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind, das du zur Welt bringst, heilig sein und Gottes Sohn genannt werden.

Lukas 1,35

Jesu Wirken

Der Vater verherrlichte Jesus auf der Erde.

Der Sohn verherrlichte den Vater auf der Erde.

Der Geist verherrlicht Jesus heute.

Wenn ich mir selbst eine solche Ehre anmaßen würde, wäre sie nichts wert. Aber nun ist es mein Vater, der mich ehrt – er, von dem ihr sagt, er sei euer Gott.

Johannes 8,54


Ich habe das Werk vollendet, das du mir aufgetragen hast: Ich habe hier auf der Erde deine Herrlichkeit offenbart.

Johannes 17,4


Er wird meine Herrlichkeit offenbaren; denn was er euch verkünden wird, empfängt er von mir.

Johannes 16,14


Das Beten

Wir beten zum Vater.

Wir sollen im Namen Jesu beten.

Der Geist hilft uns beim Beten.

Wenn du beten willst, geh in dein Zimmer, schließ die Tür, und dann bete zu deinem Vater, der auch im Verborgenen gegenwärtig ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird dich belohnen.

Matthäus 6,6


An jenem Tag werdet ihr mich nichts mehr zu fragen brauchen. Ich versichere euch: Wenn ihr dann den Vater in meinem Namen um etwas bittet, wird er es euch geben. Bisher habt ihr nichts in meinem Namen erbeten. Bittet, und ihr werdet empfangen; dann wird eure Freude vollkommen sein.«

Johannes 16,23-24


Und auch der Geist Gottes tritt mit Flehen und Seufzen für uns ein; er bringt das zum Ausdruck, was wir mit unseren Worten nicht sagen können. Auf diese Weise kommt er uns in unserer Schwachheit zu Hilfe, weil wir ja gar nicht wissen, wie wir beten sollen, um richtig zu beten.

Römer 8,26

Wenn wir uns jetzt mit der Dreieinigkeit beschäftigen, dürfen wir uns nicht vorstellen, dass es sich hier um drei Personen handelt, die ein Team bilden. Sie sind ein Teil voneinander, aber wir können das nicht wirklich verstehen. Deshalb sagte Jesus: „Der Vater, der in mir ist, handelt durch mich“ (Johannes 14,10).

Die Dreieinigkeit verstehen

Die Bibel lehrt uns, dass Gott aus drei Personen besteht, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Das ist für uns schwer zu verstehen. Unser Verstand kann das nicht denken. Wir müssen das, was in der Bibel über die Dreieinigkeit steht, im Glauben erfassen.

a)    Die Bibel sagt uns, dass es nur einen Gott gibt

Es gibt andere Religionen, die an die Existenz vieler Götter glauben. Aber gleich am Anfang, als Gott sich Israel erwählte, erklärte er ihnen, dass dies bei ihm anders sei. Er ist der eine Gott, der Himmel und Erde gemacht hat. Genau wie die Israeliten glauben wir an einen Gott, nicht an drei.

Höre, Israel! Der HERR ist unser Gott, der HERR und sonst keiner.

  1. Mose 6,4 (Gute Nachricht Bibel)

b)    Die Bibel beschreibt Gott als drei Personen

Wir müssen einige Bibelstellen lesen, dann wird das ganz klar. Nimm dir Zeit für diese Texte, sie sind sehr zentral. Es gibt eine Menge Irrlehren, die daraus entstanden sind, dass dieser Punkt falsch verstanden wurde.

 Die Taufe Jesu

Als Jesus nach seiner Taufe wieder aus dem Fluss Jordan kletterte, passierten zwei Dinge. Sein Vater sprach aus dem Himmel zu ihm und der Heilige Geist kam auf ihn. Aufgrund dieser Stelle kann man zwar noch nicht nachweisen, dass Jesus Gott ist oder dass der Geist eine Person ist, aber hier wird ganz deutlich, dass der Vater, der Sohn und der Heilige Geist nicht eine Person sein können.

Wie die Christen taufen

Bevor Jesus nach seiner Auferstehung wieder in den Himmel zurückkehrte, trug Jesus seinen Jüngern auf, mit seinem angefangenen Dienst weiterzumachen. Sie sollten die neuen Christen taufen „ auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (Matthäus 28,19). Jesus zählt hier den Vater, den Sohn (also sich selbst) und den Heiligen Geist wie gleichberechtigte Partner auf. Der Apostel Paulus tat das ebenso: „Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der euch Gemeinschaft untereinander schenkt, sei mit euch allen!“ (2. Korinther 13,13). Keine Frage, dass Paulus davon ausging, dass der Vater, Jesus und der Heilige Geist gleichermaßen göttlich sind.

Die Lehre des Neuen Testamentes

Es gibt in der Apostelgeschichte und in den Briefen viele Stellen, die etwas über die Dreieinigkeit verraten.

A Hananias und Saphira bezahlen mit ihrem Leben dafür, dass sie den Heiligen Geist belogen haben. Sie haben damit Gott belogen, denn der Heilige Geist ist Gott.
… sagte Petrus zu ihm: »Hananias, warum hast du dein Herz dem Satan geöffnet und dich von ihm dazu verführen lassen, den Heiligen Geist zu belügen? … Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott!« Als Hananias diese Worte hörte, brach er tot zusammen.

Apostelgeschichte 5,3-5

B Jesus, der Sohn Gottes, wird hier direkt als Gott bezeichnet:
Zum Sohn jedoch wird gesagt: »Dein Thron, o Gott, hat für immer Bestand; Gerechtigkeit ist das Kennzeichen deiner Herrschaft …«

Hebräer 1,8
C Den römischen Christen wünscht Paulus Gnade und Frieden von Gott, „unserem Vater“, und das klingt so, als wäre es selbstverständlich, dass Gott unser Vater ist.
Euch allen wünsche ich Gnade und Frieden von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, unserem Herrn.

Römer 1,7

Diese Bibelstellen zeigen, dass es richtig ist, den Vater, den Sohn und den Geist als Gott zu bezeichnen. Aber es ist hier auch wichtig, Jesu eigene Worte zu diesem Thema anzuschauen.

Die Aussagen über die Dreieinigkeit in den Evangelien

In den Evangelien können wir viel über die Dreieinigkeit lernen, vor allem bei Johannes. Während du die nächsten Abschnitte liest, bitte Gott, dir das Geheimnis der Dreieinigkeit zu verdeutlichen. Es geht vor allem um fünf Punkte, die wir verstehen müssen. Die meisten davon hat Jesus selbst erklärt. Immerhin kennt er sich mit dem Thema aus. Er hat bestätigt, was wir aus anderen Bibelstellen schon wissen, aber er hat das Thema noch vertieft.

A  Jesus beansprucht, eine Einheit mit dem Vater zu sein.
Ich und der Vater sind eins.

Johannes 10,30

Kurz vor seiner Kreuzigung wiederholte er diesen Satz. Philippus, einer der Jünger, hatte Jesus gebeten, ihnen den Vater zu zeigen. Jesu Antwort war einfach: Wer Jesus gesehen hat, hat auch den Vater gesehen. Daraus haben einige Christen die Lehre gemacht, dass Gott nur eine Person sei, die früher als Vater, dann als Sohn und jetzt als Heiliger Geist erscheine.

Aber das kann nicht sein. In Johannes 17,1 „blickte er (Jesus) zum Himmel auf und betete …“ Zu wem betete er denn? Zu seinem Vater! Wo befand dieser sich? Im Himmel! Jesus sagte seinen Jüngern:

Ja, vom Vater gesandt, bin ich in die Welt gekommen. Und jetzt verlasse ich die Welt wieder und gehe zum Vater zurück.

Johannes 16,28

Was hat Jesus dann gemeint, als er sagte, wer ihn gesehen hat, habe den Vater gesehen? Es kann nur so gemeint sein: Er und der Vater sind Gott und sie wirken und handeln als eine Person.

B  Jesus beansprucht, Gott zu sein

Damit hat er die Pharisäer besonders provoziert. Sie hätten ihn dafür fast gesteinigt. Seine Aussage, er und der Vater seien eins, heißt schließlich, dass er auch Gott sei, so wie der Vater Gott ist.

»Wir steinigen dich … weil du ein Gotteslästerer bist«, gaben die Juden zur Antwort. »Du machst dich zu Gott, obwohl du nur ein Mensch bist.«

Johannes 10,33

Bei seiner Taufe wurde Jesus von Gott „mein Sohn“ genannt. Hunderte von Jahren früher sagte Jesaja in einer Prophetie über die Geburt Jesu, dass ein „Gott-Held“ geboren werden würde (Jesaja 9,5; Luther-Bibel 1984). Über seine Geburt schreibt Matthäus, „man wird ihm den Namen Immanuel geben (Immanuel bedeutet: »Gott ist mit uns«)“ (Matthäus 1,23). Selbst Satan ging davon aus, dass Jesus Gottes Sohn ist, entsprechend fielen seine Versuchungen in der Wüste aus, wo er zweimal sagte: „Wenn du Gottes Sohn bist …“ (Matthäus 4,3+6).

Aber wie können wir sicher sein, dass Jesus, der Sohn Gottes, auch wirklich Gott ist? Immerhin ist ein Prinz normalerweise zwar der Sohn des Königs, aber deshalb noch lange nicht König. Dazu wird er erst nach dem Tod des Vaters eingesetzt und gekrönt. Wie kann jemand, der als „Sohn“ bezeichnet wird, ohne Anfang sein? Wenn der Vater aber vor dem Sohn existierte und ihn schuf, dann kann Jesus nicht Gott sein.

Am Anfang war das Wort; das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Der, der das Wort ist, war am Anfang bei Gott.

Johannes 1,1-2

Hier beantwortet Johannes die Frage. Der Sohn, der auch „das Wort“ genannt wird, hat schon immer existiert, genau wie der Vater, er ist Gott, zusammen mit dem Vater. Jesus ist der einzige Sohn, der genauso alt ist wie sein Vater! Beide sind „von Ewigkeit zu Ewigkeit“.

C  Jesus bezeichnet den Heiligen Geist als eine Person

Der Heilige Geist ist nicht nur eine Kraft oder etwas, das Gott einsetzt, wenn er wirkt. Jesus sprach viel über den Heiligen Geist, immer mit dem Pronomen „er“. Jesus ließ auch keine Zweifel daran, dass der Heilige Geist Gott ist. Als Jesus seine Jünger darauf vorbereitete, dass der Heilige Geist vom Himmel herunter zu ihnen kommen würde, sagte er, das wäre dann genauso, als ob er selbst zu ihnen kommen würde. Ähnlich wie an den Stellen, wo es um den Vater geht, sagte Jesus auch in Bezug auf den Heiligen Geist nicht, dass sie eine Person seien, sondern dass sie beide Gott sind. Wenn der Heilige Geist bei den Jüngern ist, dann ist das genauso gut, wie wenn Jesus bei ihnen ist.

Wenn der Helfer kommen wird, wird er mein Zeuge sein – der Geist der Wahrheit, der vom Vater kommt und den ich zu euch senden werde, wenn ich beim Vater bin.

Johannes 15,26


Doch glaubt mir: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht von euch wegginge, käme der Helfer nicht zu euch; wenn ich aber gehe, werde ich ihn zu euch senden.

Johannes 16,7


Er wird euch den Geist der Wahrheit geben, den die Welt nicht bekommen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Aber ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Ich werde euch nicht als hilflose Waisen zurücklassen; ich komme zu euch.

Johannes 14,17-18

Am Ende dieses Artikels stehen wir immer noch vor dem Rätsel, wie die drei Personen, die wir Vater, Sohn und Heiliger Geist nennen, alle Gott sein können, obwohl wir gleichzeitig nur an einen Gott glauben. Vielleicht kommen wir der Sache näher, wenn wir uns selbst betrachten. Du bist nur eine Person, trotzdem bestehst du aus Körper, Seele und Geist, die gemeinsam deine Persönlichkeit ausmachen und für dich zusammenarbeiten. Doch auch wenn wir das nie ganz begreifen werden – das Wichtigste ist, dass wir diesen Gott persönlich kennenlernen und ihn täglich anbeten, in unseren Herzen und mit unserem Leben – den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist.

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