Der wahre Reformator

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Ja, Gott hat ihm alles unter die Füße gelegt, und er hat ihn, den Herrscher über das ganze Universum, zum Haupt der Gemeinde gemacht. Sie ist sein Leib, und er lebt in ihr mit seiner ganzen Fülle – er, der alles und alle mit seiner Gegenwart erfüllt.

Epheser 1,22-23

Jesus wird im Neuen Testament als das Haupt der Gemeinde bezeichnet. Also ist die Gemeinde sein Körper, sie ist der Teil von ihm, der auf der Erde zu sehen ist. Die Gemeinde demonstriert das Reich Gottes auf der Erde. Damit haben die Gläubigen eine heilige Aufgabe. Gott stellt ihnen seine übernatürliche Kraft zur Verfügung, um seine Aufträge auszuführen.

Ein geistlicher Aufbruch kann beschrieben werden als eine Bewegung, durch die eine ganze Stadt erschüttert und reformiert wird. Sie ist wie eine Welle der Kraft Gottes, die weite Gegenden überrollt.

Jesus kam, um den Willen Gottes zu tun (Hebräer 10,7). Jeder Einzelne und die ganze Welt sollten in die Position zurückgeführt werden, die Gott sich ursprünglich gewünscht hatte. Dazu multiplizierte er den reformatorischen Geist, der auf Jesus war, in seinen Nachfolgern. Jesus lebte mitten in einer Erweckung und reformierte seine Welt.

Jesus hatte dabei nicht nur den Einzelnen im Blick – obwohl das ein wichtiger Teil seines Dienstes war – er brachte auch ganze Städte in Bewegung.

In allen Dörfern, Städten und Gehöften, in die er kam, legte man die Kranken auf die Plätze und Straßen und bat ihn, er möge sie doch wenigstens den Saum seines Gewandes berühren lassen. Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt.

Markus 6,56

Die Kraft Gottes, die Jesu Leben und Dienst kennzeichnete, war so gewaltig, dass sich überall, wohin er kam, alles veränderte und ganze Ortschaften von Gottes Herrlichkeit erfüllt wurden.

So kam Jesus auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war. Am Sabbat ging er, wie er es gewohnt war, in die Synagoge. Er stand auf, um aus der Schrift vorzulesen, und man reichte ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja. Er rollte sie auf und las die Stelle, an der es heißt: »Der Geist des Herrn ruht auf mir, denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt mit dem Auftrag, den Armen gute Botschaft zu bringen, den Gefangenen zu verkünden, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen werden, den Unterdrückten die Freiheit zu bringen, und ein Jahr der Gnade des Herrn auszurufen.« Jesus rollte die Buchrolle zusammen, gab sie dem Synagogendiener zurück und setzte sich. Alle in der Synagoge sahen ihn gespannt an. Er begann zu reden. »Heute hat sich dieses Schriftwort erfüllt«, sagte er zu ihnen. »Ihr seid Zeugen.«

Lukas 4,16-21

Mit dem Vorlesen dieses Textes begann Jesus seine öffentliche Wirksamkeit. Er bekannte sich hier zu der Salbung, die Gott auf sein Leben gelegt hatte. In dieser Salbung lebte er dreieinhalb Jahre auf der Erde, Jahre, die in historisch einmaliger Weise durch Gottes gewaltiges Wirken gekennzeichnet waren. In diesen Versen steht einiges über die Salbung, die nötig ist, um eine Erweckung auszulösen.

Alle fünf Formen des geistlichen Dienstes werden hier als Teil von Jesu zukünftigem Dienst beschrieben.

  1. Predige den Armen das Evangelium: Hier geht es um den Lehrdienst. Wenn den Menschen erklärt wird, wie man auf göttlichem, siegreichen Niveau leben kann, dann verschwinden alle Formen der geistlichen, seelischen und materiellen Armut.
  2. Gefangenen die Freiheit verkündigen: Das ist Evangelisation. Menschen, die mit Sünde und Verdammnis kämpfen, lernen zu verstehen, was Jesu Tod am Kreuz für sie konkret bedeutet.
  3. Blinde werden sehen: So kann man den prophetischen Dienst beschreiben. Durch ihn werden geistliche Zusammenhänge sichtbar und man lernt, die Welt mit Gottes Augen zu betrachten und zu verstehen.
  4. Unterdrückten Freiheit bringen: Das geschieht durch den pastoralen Dienst. Auch die tiefsten seelischen Verletzungen werden heil, wenn durch den Dienst des Pastors die Liebe des Vaters in die Herzen der Menschen fließt.
  5. Gnadenjahr des Herrn ausrufen: In Gegenden, in denen das Evangelium noch nicht Fuß fassen konnte, wird das Reich Gottes durch Gnadenwirkungen sichtbar. Das kann man als apostolischen Dienst sehen. Die Salbung des Apostels wird überall dort gebraucht, wo geistliches Neuland eingenommen wird.

Mit diesem Zitat aus Jesaja zeigte Jesus, wer er war und was er vorhatte. Er vereinte alle fünf Dienstformen in seiner Person. Wo er hinkam, entstand eine geistliche Dynamik, die den Armen, Hungrigen und Gefangenen diente und die Religiösen provozierte. Als Haupt der Gemeinde übte Jesus alle fünf Dienste aus und war in allen fünf Bereichen unser Vorbild.

Die fünf Dienstgaben sollen die Gemeinde Jesu in geistliche Reife und Autorität führen. Wenn das Gnadenjahr des Herrn anbricht, das im Alten Testament auch Jubeljahr heißt, dann schenkt Gott Befreiung und kommt in großer Kraft. Die Herrlichkeit Gottes wird dann für jeden sichtbar.

Ein geistlicher Aufbruch umfasst alle fünf Salbungen der verschiedenen Dienstgaben.  Zusammen steigern sie ihre Wirksamkeit. Neben der apostolischen, prophetischen, pastoralen, lehrenden und evangelistischen Salbung gibt es auch noch den Dienst der Hilfeleistungen und den Dienst der Organisation. Damit die Gemeinde stark genug ist, um eines geistlichen Aufbruchs in Gang zu setzen, müssen alle diese Facetten des übernatürlichen göttlichen Wirkens zusammenfließen, jede dieser Dienstsalbungen wird gebraucht.

 

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