7 Regeln wenn man das Zeugnis einer Person verfilmt!

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Videos, die in Gemeinden gedreht werden, zeigen oft Menschen, die von dem berichten, was sie mit Gott erlebt haben. Hat Gott übernatürlich eingegriffen? Erzählt jemand von dem, was er im Gottesdienst erlebt hat? Wurde jemand durch den ehrenamtlichen Einsatz eines Gemeindemitglieds oder Teams gesegnet? Hat jemand ein Buch, eine Predigt-CD oder ein sonstiges Produkt der Gemeinde gekauft, das ihm wertvoll wurde? Egal was die Person vor laufender Kamera erzählt, es soll eine berührende, authentische Geschichte werden. Wer ein Video dieser Art für seine Gemeinde, eine gemeinnützige Organisation oder auch für seine Firma dreht, dem können die folgenden Tipps nützen.

Damit die Aufzeichnung möglichst natürlich wirkt, sollte man ganz beiläufig anfangen, zu filmen.

Auf keinen Fall sollte jemand „Kamera läuft!“, „Film ab!“ oder Ähnliches rufen. Sonst verkrampft sich der Gesprächspartner und wird nervös. Die Person weiß natürlich, dass das gesamte Setting dazu dient, einen Film über ihre Geschichte herzustellen. Doch man redet ganz ungezwungen und die Person weiß nicht genau, ab wann die Aufnahme läuft. Es reicht, wenn das Team dem Interviewer ein diskretes Zeichen gibt, damit dieser weiß, ab wann gefilmt wird. Dann kann er ganz normal weiter mit der Person reden, ohne dass sie überhaupt bemerkt, dass es schon „ernst“ ist.

Der Interviewpartner sollte so nah wie möglich an der Kamera sitzen.

Profilaufnahmen sprechen den Zuschauer nicht an. Die Kamera sollte das ganze Gesicht von vorne zeigen und die Person sollte so direkt wie möglich in die Kamera schauen.

Man kann aus einem Interview auch einen Film machen, in dem die Person nur ihre Geschichte erzählt, ohne dass ihr dazwischen Fragen gestellt werden. 

Dafür werden die Fragen später aus der Aufnahme geschnitten. Doch wenn man das vorhat, dann sollte man den Gesprächspartner bitten, immer in vollständigen Sätzen zu sprechen. Auch daraus muss man kein großes Thema machen, was den anderen nur nervös machen würde. Es reicht, ihn zu bitten, die Fragen nicht nur mit knappen „Ja“ oder „Nein“ – Aussagen zu beantworten.

Es ist besser, wenn nicht so viele Leute zum Kamerateam gehören und sie sollten auch nicht im Blickfeld des Gesprächspartners herumlaufen. 

Das stört zu sehr. Wer seine Gefühle preisgibt, möchte sich dabei möglichst unbeobachtet fühlen und auch nicht abgelenkt werden.

Der Interviewer muss innerlich mitgehen. 

Das Ganze soll sich nicht wie ein Verhör anfühlen, soll weder förmlich noch strukturiert wirken, sondern ein offenes, lebhaftes Gespräch sein. Das gilt immer, egal ob die Fragen später herausgeschnitten werden oder nicht. Nur so bekommt man echte, überzeugende Aussagen vor laufender Kamera.

Wer die Fragen stellt, sollte parallel zu dem Gespräch immer überlegen, wie sich daraus ein Film schneiden lassen wird. 

Es wäre falsch, sich während des Gesprächs Notizen zu machen, um die Stellen nicht zu vergessen, an denen noch nachgehakt werden muss. Aber trotzdem sollte der Interviewer in Gedanken immer darauf achten, ob jeder wichtige Punkt in der ausreichenden Tiefe beantwortet wurde. Wenn nicht, muss er das Thema noch einmal ansprechen, sich eine entsprechende neue Frage ausdenken und sich notfalls auch inhaltlich so lange im Kreis drehen, bis es zu allen entscheidenden Punkten genug Antwortmaterial gibt.

Alle Mitarbeiter müssen immer wieder daran erinnert werden, dass hier jemand über seine tiefsten Gefühle und sehr persönlichen Erfahrungen redet. 

Keiner sollte dieses Gespräch stören oder sogar unterbrechen. Deshalb muss vorher geprüft werden, ob die Akkus aller Geräte voll sind, und es muss alles ausgeschlossen werden, was sonst noch schief gehen könnte. Auf keinen Fall sollte irgendetwas auftreten, was das Gespräch gerade dann unterbricht, wenn es in die Tiefe geht.

Wer die Erfahrungen eines Menschen filmt, wird eine kostbare Geschichte erfahren. Er wird hören, wie eine Predigt, ein humanitärer Einsatz oder ein christliches Buch, eine CD oder DVD dazu beigetragen hat, das Leben eines Menschen zu verändern. Es ist gut, dabei auf die erwähnten Dinge zu achten. Wenn der Film gut gemacht ist, werden sich die Gemeindebesucher, die Spender oder Investoren davon berühren und motivieren lassen.

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